Freitag, 6. November 2009

Von Golondrinas und Paella

Sonntag, 01.11.:
Relativ verschlafen begab ich mich bei bedecktem Himmel am späten Vormittag (also um 12 :-)) an den Anleger der Golondrinas von Barcelona. Dank des Rabatt-Carnets von der Bus-Touristik-Rundfahrt konnte das eingesparte Geld fürs Ticket dann für meinen ersten Kaffee heute verbraten werden (nett wie ich nun mal bin, hatte ich meine Kaffeereserven ins elterliche Apartment geschafft), bevor das Boot vom Steg ablegte. Der Ausflug führte uns durch den Hafen hinauf aufs offene Meer und ich kann nur sagen, dass die Sicht auf Barcelona von der Seeseite aus eine ganz neue, ganz andere ist und auf jeden Fall lohnenswert ist.
Die Strände vom World-Trade-Center entlang bis zum Forum genossen wir die Fahrt und den Seewind an Deck. Dank der Strandkarte wussten wir auch zu jedem Zeitpunkt, auf welcher Höhe der Stadt wir uns gerade befanden (denn nervige Erzählbären gibt es auf den Golondrinas nicht).
Auf der Rückfahrt klarte der Himmel plötzlich auf und bei strahlendem Sonnenschein gerieten wir mitten in eine Regatta, bei der Vati richtigerweise fehlendes Gegengewicht auf der Luv-Seite eines der Boote diagnostizierte und mich damit durchaus zu beeindrucken wusste.

Nach der 1,5-stündigen Fahrt hatten wir jedoch noch nicht genug vom Wasser und fuhren mit dem Bus an die Strandpromenade. Nach einem kurzen Spaziergang entlang der Sandburgenbauer, ließen wir uns in einem Strandrestaurant nieder und ich aß das erste Mal in meinem Leben Paella.
Mit Muscheln, Gambas, Langustinos und weiterem Meeresgetier konnte uns die Speisekarte eben locken und die Paella-Erfahrung vor der wunderschönen Strandkulisse hätte schöner nicht sein können.
Bei 20 Grad und Sonnenschein bekommt das Wort Novemberwetter doch eine ganz neue Bedeutung :-)
Die Metro brachte uns schließlich wieder weiter ins Landesinnere, denn der Besuch des Parc Guell stand als weiterer Tagesordnungspunkt auf unserer Liste. Tapfer stiefelten Mutti und Vati mit mir die steilen Straßen hinauf, um letztlich die großartige Parkanlage und die Aussicht auf die Stadt zu genießen. Lobende Worte gab es dabei für Gaudí, der mit seiner Wellenbank "praktische" Kunst erschaffen hatte, die bequemes Verharren zum Einbruch der Dunkelheit erlaubte.
Großartige Kulisse bescherte uns dann auch der Besuch einer Cervezeria am Plaza Reial, dessen Drei-Grazien-Brunnen, die Gaudí-Laternen und Palmen vom Licht des Vollmonds lauschig angestrahlt wurden.
Die Abendgestaltung sollte sich dann auf der Rambla de Raval fortsetzen, wo wir eine sehr ansprechende Bar auftaten und den letzten Abend des Elternbesuchs ausklingen ließen. Der (sogar mit kölschem Akzent) perfekt deutsch sprechende Gastwirt umsorgte uns mit Wein, Cava und leckeren Tapas, die unerwartet exzellent unsere Gaumen verwöhnten.
Freu dich, in Spanien gibt's viel zu sehen!

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