Heute sollte ich für die fehlende häusliche Weihnachtsbeleuchtung entschädigt werden, denn die Festivitäten der in diesem Haushalt vorherrschenden Religion wollten sich für mich auch durchaus interessant gestalten.
Pünktlich zu Beginn des achttägigen Lichterfestes brodelte es in der Küche und die Wohnung wurde auf Hochglanz gebracht, um kurz vor Einbruch der Dunkelheit eine Schar an Gästen zu empfangen.
Die Feierlichkeiten sollen an die kurze Herrschaft des jüdischen Volkes zwischen Eroberung des Tempels in Jerusalem durch die Syrier und deren Zerstörung durch die Römer gedenken. Zu der Zeit ist wohl jemand sehr sparsam mit dem letzten Fläschchen geweihten Öl umgegangen, das dann - oh Wunder - 8 statt einen Tag reichte, um die wichtige Lampe am Brennen zu halten.
Pünktlich zum Sabbat ging dann das muntere Lichteranzünden los und die Wohnung wurde darüber hinaus mit den hebräischen Gesängen diverser gut gelaunter Gäste erhellt. Mein Glück, dass ich nicht die einzige war, die von dieser Sprache keine Ahnung hatte und so konnte ich mich größtenteils mit Englisch, und Emil sei Dank zum Teil auch mit Bulgarisch (;-)), verständigen.
Viele Flaschen Wein gingen bei diesem Einläuten des Familien- und Freundesfestes über den Tisch und auch das angesprochene Öl sollte nicht nur Beleuchtungszwecke erfüllen. So lag der Schwerpunkt des Mahls auf Gebratenem und Frittiertem und Wiebke durfte sich über zahlreiche Krapfen und Kartoffelpuffer hermachen. Damit darf man dann wohl Kilo Nummer 12 ganz herzlich willkommen heißen :-)
Freu dich, Schalömchen!

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Wenn jemand seinen Senf dazugeben mag, ist er herzlich eingeladen :-)