Freitag, 18.12.:
Das Wetter war prächtig und ich beschloss die verbleibenden Tage zu nutzen, um noch einmal ein paar Streifzüge durch die Stadt zu machen. Mein Weg führte mich über die Ramblas durch das Born-Viertel, wo ich (um der eisigen Kälte von 12 Grad zu entfliehen!) einen Abstecher in die bisher vernachlässigte Kirche Santa María del Mal machte. Prunkvoll kann man diese berühmte Kirche eigentlich nicht nennen - Sie besticht durch ihre Schlichtheit, vermittelt aber dennoch den Eindruck von Schönheit und Wohlbehagen. Mehr zur Meditation genutzt, als für touristische Erkundungstouren war ich mit dem Fotoapparat leider gänzlich fehl am Platz - zumindest bis zum Zeitpunkt, zu dem ich den Eingang zu den Gewölben unterm Altar entdeckte. Hier war eine überdimensionale Krippe aufgebaut, die ab vom Gebet mein Weihnachtsherz höher schlagen ließ.
Weiter ging es dann wieder in die Altstadt, wo ich mir dann auch noch vor dem 4. Advent mal den Weihnachtsmarkt anschauen wollte. Das wurde jedoch zur größten Enttäuschung, denn meine verzweifelte Suche nach einem Glühweinstand blieb leider erfolglos. Offenbar ist dieser vorweihnachtliche Gaumenschmaus noch nicht bis hier vorgedrungen - Marktlücke sag ich dazu!
Und auch Schmalzgebäck oder sonstige Leckrigkeiten standen nicht auf dem Plan, sodass mir nichts übrig blieb, als mir die zwar liebevoll gestalteten, aber nicht minder kitschigen Maria und Josef Figuren ansehen und mein Herz mit dem Gedanken an den Braunschweiger Weihnachtsmarkt erwärmen musste.
Wenigstens ging zur voran geschrittenen Stunde die bunte Adventsbeleuchtung an und ich konnte mich wieder amüsieren. Der mehrsprachige Weihnachtsgruß wünschte allen deutschen recht "Fröhe Weihnachten". Danke, auf www.weter.de entsteht übrigens das große deutsche Legasthenikerportal ;-)
Später traf ich mich dann mit Hendrik und Daniela, um der berühmten Absinthbar im Raval (siehe Vicky Christina Barcelona) einen Besuch abzustatten. Lohnt sich!
Freu dich, es gibt hier doch immer was zu lachen.

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