Nachdem mein Schlafrhythmus nach den letzten vier freien Tagen leider völlig aus dem Gleichgewicht geraten war und ich nicht vor halb vier der letzten Nacht Schlaf gefunden hatte, brachte ich es doch tatsächlich fertig, die erste Vorlesung (die um 11:00 Uhr beginnt!!!) zu verschlafen. Antonia nimmt mir dies hoffentlich nicht übel. In der zweiten Spanischstunde war jedoch ohnehin die attraktivere an diesem Tag, da der Unterricht vom katalanischen Vertretungslehrer Franziskus geleitet wurde. Ihn zu verstehen stellte eine echte Herausforderung dar.
Nachdem die katalanischen Floskeln Chao und bona nit verinnerlicht wurden, war der UNI-Tag auch schon wieder vorbei. Doch meine To-Do-Liste barg weitere Aufgaben für mich. Die neuen Markthallen des Mercat Sant Antonin hatten die Tore geöffnet und da der Eingang jetzt nur noch knappe 30m von meiner Wohnung entfernt liegt, stattete ich ihm einen kurzen Besuch ab. Da es jedoch sehr voll war, kaufte ich nur einen Alibi-Apfel und begab mich zu meinem eigentlichen Ziel - dem Supermarkt. Der lästige Sicherheitsbeamte war zum Glück nicht zu erspähen und so konnte ich in Ruhe meine Einkäufe erledigen. Diese sollten heute etwas größer ausfallen, da ich mir doch tatsächlich für den nächsten Tag Besuch eingeladen hatte.
Nach ca. einer Stunde schleppte ich die in weiser Voraussicht mitgebrachte IKEA-Tüte vollgepackt aus dem Consum. Neben Getränken, Kohle, Eiern, Gemüse und Nudeln, waren auch ein paar Lachsfilets und Maiskolben in meiner blauen Wundertüte.
Nach den 20 Minuten, die es mich kostete, die schwere Tüte die hundert Meter bis zum Haus und die 4 Stockwerke hinauf zu wuchten,
rückversicherte ich mich kurz bei Schwesti, dass mit ausreichend Salz beim Zusammenmischen der Zutaten eigentlich nicht viel schief gehen kann. Und 30 Minuten später konnte ich in meinem Kopf stolz ein Häkchen hinter das Projekt "erster eigener Nudelsalat" setzen.
Den Rest des Abends verbrachte ich damit, mir genügend Platz für meine Leckrigkeiten im Kühlschrank zu ergattern und das Rost vom Dach vom Dreck der Jahrhunderte zu befreien.
Freu dich - morgen wird gegrillt!

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