Montag, 12. Oktober 2009

Sperrstunde

Samstag, 10.10.:
Den Tag verbrachte ich abwechselnd auf der Dachterasse, der Raval-Rambla und in meinem Zimmer: Die UNI forderte von mir ein bisschen Aufmerksamkeit in Form von zu lesender Literatur. Ziemlich unspektakulär beschäftigte ich mich also mit Managing Services und unterbrach mein Lernen lediglich durch einen kleinen Besuch im Supermarkt (dessen Sicherheitschef mir langsam aber sicher durch das permanente Aufzwängen eines Gesprächs auf die Nerven geht) und ein paar Internetrecherchen auf der THW-Provinzial-Seite.
Der Abend sollte dafür aber umso unterhaltsamer werden. In der altbekannten Bar Trece wartete schon ein frischer Mojito und ein angenehmes Gespräch (sogar halb auf spanisch) mit den netten Besitzern auf mich. Da es diesmal, am späten Samstag Abend, jedoch sehr voll in der Bar, die kaum größer als ein Durchschnittswohnzimmer ist, wurde, beschlossen Stefan, Robert, Hendrik (die sich ebenfalls eingefunden hatten) und ich, eine neue Örtlichkeit auszutesten.
Erfolgreich ergatterten wir in einer Bar einige Meter weiter einen Tisch und konnten uns über günstige Preise und Luft zum Atmen freuen. Den Namen der Bar hab ich leider nicht mehr im Kopf, doch die Hauptsache ist ja eigentlich, dass ich sie noch mal wiederfinde, oder? Und das werde ich wohl, solang ich mich nicht auf Frankys Orientierungssinn verlasse, schaffen. In der neuen Bar hatte ich, nachdem ich über die Bedeutung des Wortes "Mueddel" aufgeklärt wurde, einen wundervoll gesprächigen Abend mit "meinen Jungs". Lediglich Stefan schien dieses Wochenende ein bisschen vom Pech verfolgt, denn nachdem er schon beim Pokern und beim Schach nicht gewonnen hatte, musste er sich nun auch noch im Schnick-Schnack-Schnuck geschlagen geben und die anderen mit Bier versorgen.
Das erste Mal geschah es dann, dass wir aufgefordert wurden eine Bar zu verlassen, da um drei Uhr nachts wohl abgesehen von Diskotheken alle Verkaufsstätten schließen müssen. Dies wurde zu unserem Entsetzen auch beim nahe gelegenen Dönerstübchen praktiziert, der uns vom noch sehr fleischhaltigen Spieß nichts mehr absäbeln durfte.
Zu schade, doch andererseits sorgte dies dafür, dass wir den an diesem Wochenende am höchsten priorisierten Sonntag halbwegs ausgeschlafen begehen sollten. Nach dem gescheiterten Versuch, einem Rambla-Bier-Verkäufer noch etwas abzuluchsen und einem kurzen Pläuschchen mit einem Urlauber aus Alicante, fiel ich müde ins Bettchen.
Freu dich - so lang zu feiern, bis die Läden schließen, ist doch das Schönste!

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