Mittwoch, 07.10.:
Obwohl oder gerade weil meine Oberschenkel mich an diesem Morgen deutlichst spüren ließen, dass irgendwo in ihnen Muskelmasse verborgen ist, beschloss ich ein weiteres Morgen-Sportprogramm zu absolvieren. Heute machte ich allerdings schon an den diesmal wieder hell erleuchteten Türmen kehrt und war "nur" eine Stunde unterwegs.
Während der Busfahrt zur UNI verfestigte sich dann aber unter pochendem Stechen in den Beinen der Gedanke, dass dies für die nächsten Stunden die letzte sportliche Betätigung gewesen sein sollte. So verbrachte ich sogar die Pause im Hörsaal, da mir der Treppengang vom dritten Stock in den Hof und wieder zurück einfach zu anstrengend war und ließ mir stattdessen von den amerikanischen Kommilitonen ein paar Ausgeh-Tipps für den Studentengeldbeutel geben.
Und als hätte die Hochschulleitung unser Bestreben kostengünstig Spaß zu haben gespürt, gab es auf einmal einen Anlass (welcher uns konkret verborgen geblieben ist) im Innenhof ein Fest zu feiern. Es gab Bocadillos, Bier und eine Seniorentanzgruppe, die Ringeltänze um einen kleinen Wimpel veranstaltete. Auch wenn wir nicht wussten, welchem Gönner wir das alles zu verdanken hatten, freuten sich alle Studenten über diese Gratis-Abwechslung.
Mit einer Cerveza in der Hand ließ sich die letzte Vorlesung wie spielend hinter sich bringen.
Zurück zu Hause nach einem Blick auf den Wetterbericht, beschloss ich das gute Wetter hinsichtlich der schlechten Prognosen (auch wenn "schlecht" relativ zu sehen ist: ich glaube die Kölner könnten sich bei den verregneten 13 Grad dort durchaus über 25 °C, bei denen sich öfter mal ein kleines Wölkchen vor die Sonne schiebt, durchaus freuen) noch einmal zu nutzen und schwimmen zu gehen.
Ich redete mir ein, dass ein paar Züge im Meer mich von meinem Muskelkater befreien könnten. Und siehe da, man muss nur fest dran glauben, denn tatsächlich fühlte ich mich nach 20 Minuten im kühlen Nass deutlich entspannter.
Den restlichen Abend kümmerte ich mich dann um die schriftliche Zusammenfassung des Spanischfilms aus der Vorlesung, bevor ich erneut müde und zufrieden ins Traumland entschlief.
Freu dich - du wohnst am Meer!

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