Mittwoch, 30.09:
Nach einem sehr überschaubaren UNI-Tag (Dozent war leider Gottes erkrankt) stand ein erneuter Besuch in der Champagneria auf dem Programm, da momentan großer Beuch (Alex Freundin Tina und Hendriks Freundin Mareike) in Barcelona weilt, dem kultuerelles Hochprogramm zuteil werden sollte.
Diesmal zeitiger als "gewöhnlich", nämlich schon um 16 Uhr begaben wir uns nach Barceloneta. Dieser frühe Aufbruch sollte belohnt werden, da wir heute das "wahre Champagneria-Feeling" mitbekommen sollten. Zu unseren bestellten Leckereien, die allesamt den Weg durch die Fritteuse gefunden hatten, wurde der Champagner heute direkt in Flaschen serviert. Von dieser Bewirtung durchaus angetan, futterten wir uns regelrecht die Speisekarte rauf und runter und genossen die zu verfolgenden Unterhaltungen des internationalen Publikums.
Nach der achten Flasche Cava und streikenden Bäuchen von den zahlreichen Kroketten, Serrano und Camembert, ließen wir dann den Abend in der (zugegebenermaßen durch den Besuch recht eng gewordenen) Sagrada-WG ausklingen. Nach der Verdauungs-Metro-Fahrt hierhin war dann sogar schon wieder Platz für ein leckeres überbackenes Thunfischtoast :-)
Ein Telefonat nach Dublin zu Laureen und Maike komplettierte die Konversation.
In Bestzeit nach Haus geradelt (Cava scheint positive Wirkung auf mein Tempo zu haben), fiel ich zeitig in die Falle, ein bisschen traurig darüber, dass ich Tims Einladung zum VfL-Spiel heute aufgrund der doch größeren Entfernung hatte ausschlagen müssen.
Freu dich - Schampus aus Flaschen bringt noch mal ganz neuen Stil in die Champagneria-Sache!
Mittwoch, 30. September 2009
Dienstag, 29. September 2009
Comic-Diebe
Dienstag, 29.09.:
Dieser Tag ist eigentlich in zwei Sätzen zu beschreiben, da der aufregende Teil heute doch eher ausgeblieben ist.
Nachdem ich die Vorlesungen besucht hatte, die als spektakulärsten Teil eine Weg-Zeichnung für die noch Bücherlosen EUFH'ler zur örtlichen Libreria sowie eine kleine Flammenattacke auf einen Herrenschopf hatte, fuhr mich mein Rad für ein kleines Nickerchen in die Wohnung.
Bevor ich mich dann wieder an die Erledigung der Hausaufgaben machte (ja, so etwas hat man, wenn man versucht, eine Sprache ansatzweise zu lernen), gönnte ich mir aber noch ein bisschen heimisches Feeling, indem ich genussvoll bei einer Tasse Kaffee und Keksen einer mir bis heute unbekannten Drei-Fragezeichen-Folge lauschte - Großartig! :-)
Dann machten Shelly und ich uns über meinen mit Liebe zurechgeschnippelten Obstsalat her und diskutierten über den Zusammenhang zwischen Zuneigung und Kreditkarten (im Allgemeinen natürlich ;-)).
Ein kleiner Ausflug zum Strand, bei dem ich meinen Puls durch den Versuch, eine Stunde am Stück zu laufen, in explosionsartige Rhythmen zwang, sollte für die körperliche Verausgabung sorgen, bevor ich den restlichen Abend mit "Vorarbeiten" und sparsam sein verbrachte, damit für den nächsten Tag Freizeit und Finanzen im Überschuss zur Verfügung stehen, wenn "Champagneria - Teil 2" auf dem Programm steht...
Freu dich - Bob macht seinen Job auch bei den Comic-Dieben gewohnt zuverlässig und vermag es, mir ein Wonnegefühl zu bescheren!
Dieser Tag ist eigentlich in zwei Sätzen zu beschreiben, da der aufregende Teil heute doch eher ausgeblieben ist.
Nachdem ich die Vorlesungen besucht hatte, die als spektakulärsten Teil eine Weg-Zeichnung für die noch Bücherlosen EUFH'ler zur örtlichen Libreria sowie eine kleine Flammenattacke auf einen Herrenschopf hatte, fuhr mich mein Rad für ein kleines Nickerchen in die Wohnung.
Bevor ich mich dann wieder an die Erledigung der Hausaufgaben machte (ja, so etwas hat man, wenn man versucht, eine Sprache ansatzweise zu lernen), gönnte ich mir aber noch ein bisschen heimisches Feeling, indem ich genussvoll bei einer Tasse Kaffee und Keksen einer mir bis heute unbekannten Drei-Fragezeichen-Folge lauschte - Großartig! :-)
Dann machten Shelly und ich uns über meinen mit Liebe zurechgeschnippelten Obstsalat her und diskutierten über den Zusammenhang zwischen Zuneigung und Kreditkarten (im Allgemeinen natürlich ;-)).
Ein kleiner Ausflug zum Strand, bei dem ich meinen Puls durch den Versuch, eine Stunde am Stück zu laufen, in explosionsartige Rhythmen zwang, sollte für die körperliche Verausgabung sorgen, bevor ich den restlichen Abend mit "Vorarbeiten" und sparsam sein verbrachte, damit für den nächsten Tag Freizeit und Finanzen im Überschuss zur Verfügung stehen, wenn "Champagneria - Teil 2" auf dem Programm steht...
Freu dich - Bob macht seinen Job auch bei den Comic-Dieben gewohnt zuverlässig und vermag es, mir ein Wonnegefühl zu bescheren!
künstlerisch - oder faul: Interpretationsspielraum
Montag, 28.09.:
Die UNI verlangte der genesenen Wiebke wieder volle Aufmerksamkeit - oder zumindest Answesenheit - ab. So konnte/musste ich der (in meinen Augen mit jeder Vorlesung schlimmer werdenden) Verlesung der Namen wieder beiwohnen und hören, wie aus Wiebke über "Biebke", "Biebka" und "Biätka" mittlerweile "Biätzka" geworden ist. Die Dozenten sind der Challenge meines eigentlich doch eher simplen Vornamens wohl nicht gewachsen.
Danach ließ ich mir in New Venture Creation den Vortrag zu unserer Geschäftsidee präsentieren, bei der ich dankenswerterweise trotz meiner schlimmen Krankheit zumindest auf dem Papier (welches ja die Benotungsgrundlage ist) mitgewirkt hatte und versuchte möglichst wenig überrascht bei den ganzen Vorschlägen auszusehen.
Nach Vorlesungende hatte ich eigentlich einen vollgepackten Nachmittag mit lesen und lernen auf dem Programm. Aber- das wachsame Auge liest es heraus - EIGENTLICH...
Wiederum kam mir ein für diesen Moment viel wichtigerer Einfall: Während ich das Bett gehütet hatte, löste das in meinem Zimmer befindliche Bild der wohl hässlichsten Felslandschaft der Welt regelmäßig Brechreiz aus und ließ in mir den Beschluss reifen, hiergegen etwas zu unternehmen. Der naheliegendste Plan, nämlich das Bild einfach abzunehmen, offenbarte leider direkt die nächste Schwachstelle, da hinter der Wand ein hässliches graues Loch durch abgebröckelte Farbe zum Vorschein kam. Also war meine kreative Ader (@Schwesti: JA, ich hab sie ;-)) gefragt und ich beschloss, einfach selbst ein neues Bild zu malen, das mir besser gefiel. 2,80€ später stiefelte ich mit zwei großen Pappen, Tusche und Pinsel in mein Zimmer und arbeitete akribisch an meinem Kunstwerk - immer darauf bedacht, die Wichtigkeit dieser Aufgabe im Vergleich zu meinen UNI-Aufträgen, hervorzuheben.
Und Tadaaa: Voilà, mein astreines Bild der Silouette von Barcelona, welches ab sofort meine Zimmerwand zieren und mir hoffentlich erholsamere Nächte gönnen wird.

Freu dich, du hast einen Knall und keine Scheu, den Rest der Welt daran teilhaben zu lassen!
PS: Vorbildlicher Student, wie ich nunmal bin, hab die Lernsachen natürlich trotzdem noch gemacht ;-)
Die UNI verlangte der genesenen Wiebke wieder volle Aufmerksamkeit - oder zumindest Answesenheit - ab. So konnte/musste ich der (in meinen Augen mit jeder Vorlesung schlimmer werdenden) Verlesung der Namen wieder beiwohnen und hören, wie aus Wiebke über "Biebke", "Biebka" und "Biätka" mittlerweile "Biätzka" geworden ist. Die Dozenten sind der Challenge meines eigentlich doch eher simplen Vornamens wohl nicht gewachsen.
Danach ließ ich mir in New Venture Creation den Vortrag zu unserer Geschäftsidee präsentieren, bei der ich dankenswerterweise trotz meiner schlimmen Krankheit zumindest auf dem Papier (welches ja die Benotungsgrundlage ist) mitgewirkt hatte und versuchte möglichst wenig überrascht bei den ganzen Vorschlägen auszusehen.
Nach Vorlesungende hatte ich eigentlich einen vollgepackten Nachmittag mit lesen und lernen auf dem Programm. Aber- das wachsame Auge liest es heraus - EIGENTLICH...
Wiederum kam mir ein für diesen Moment viel wichtigerer Einfall: Während ich das Bett gehütet hatte, löste das in meinem Zimmer befindliche Bild der wohl hässlichsten Felslandschaft der Welt regelmäßig Brechreiz aus und ließ in mir den Beschluss reifen, hiergegen etwas zu unternehmen. Der naheliegendste Plan, nämlich das Bild einfach abzunehmen, offenbarte leider direkt die nächste Schwachstelle, da hinter der Wand ein hässliches graues Loch durch abgebröckelte Farbe zum Vorschein kam. Also war meine kreative Ader (@Schwesti: JA, ich hab sie ;-)) gefragt und ich beschloss, einfach selbst ein neues Bild zu malen, das mir besser gefiel. 2,80€ später stiefelte ich mit zwei großen Pappen, Tusche und Pinsel in mein Zimmer und arbeitete akribisch an meinem Kunstwerk - immer darauf bedacht, die Wichtigkeit dieser Aufgabe im Vergleich zu meinen UNI-Aufträgen, hervorzuheben.
Und Tadaaa: Voilà, mein astreines Bild der Silouette von Barcelona, welches ab sofort meine Zimmerwand zieren und mir hoffentlich erholsamere Nächte gönnen wird.
Freu dich, du hast einen Knall und keine Scheu, den Rest der Welt daran teilhaben zu lassen!
PS: Vorbildlicher Student, wie ich nunmal bin, hab die Lernsachen natürlich trotzdem noch gemacht ;-)
BAM
Sonntag, 27.09.:
Der Sonntag sollte eigentlich ganz im Sinne der in den letzten Tagen gänzlich vernachlässigten UNI-Nach-und-Vorbereitung stehen. Jedoch waren das Wetter und der letzte Mercè-Tag einfach zu verlockend, sodass ich beschloss, einen kleinen Spaziergang durch die Stadt zu wagen. Am Passeig de Grácia reihten sich verschiedendste Stände und Pavillions aneinander, die sportliche Aktivitäten für die Kleinen, Bücher in allen erdenklichen Sprachen und Interessensbereichen und zahlreiche Promo-Girlies, die von Blumen über Flyer bis hin zu Brot alles mögliche kostenlos an die willigen Touristen verteilten, bereithielten.
Highlight für mich war der interaktive Verkehrssicherheitstest im Bicing-Pavillion, der mir schon nach dem 4. Versuch uneingeschränkte Befähigung zur gefahrlosen Bewegung im spanischen Straßenverkehr zu Fahrrad attestierte. Die nötigen Wiederholungen sind selbstverständlich einzig und allein darauf zurückzuführen, dass ich (dieses Wochenende leider weniger erfolgreich als erhofft) damit beschäftigt war, meiner Fortuna die Daumen zu drücken ;-)
Danach sollte mich dann die laute Musik an der Rambla de Raval vom Heimantritt abhalten. Die im Programmheft an fast allen Veranstaltungsorten der Mercè auftauchende Barcelona Acció Musical BAM spielte in die Dämmerung hinein und lud mich ein weiteres Stündchen zum Verweilen ein. Spanische Rhythmen taten wirklich das Ihre, denn jeder auf der Flaniermeile war in Bewegung und tanzte umher. Mittendrin in diesem Spektakel (welches ja eigentlich auf der Bühne stattfand, mein Blick aber gleichermaßen auf die Zuschauer gerichtet war) ist diese Mercè-Sache ein wirklich einmaliges Erlebnis.

Dann wurde ich wiederum von einem alles übertönenden Knall aus meiner Beobachtungs-Trance gerissen. Das große Abschluss-Feuerwerk an der Placa Espana hatte begonnen. Schnell eilte ich nach Haus und genoss von der Dachterasse aus den visuellen Höhepunkt dieser Feierwoche. Dass ich so viel mitbekommen konnte, ohne mich ins Gedränge der rund 200000 Menschen in unmittelbarer Nähe der Lichtspiele begeben zu müssen, sondern gemütlich von oben auf alles herab blicken konnte, wird als weiterer Pluspunkt auf meiner Gründe-FÜR-eine-Dachterasse-Liste aufgenommen.
Freu dich, die Mercè wurde um einen weiteren Fan bereichert!
Der Sonntag sollte eigentlich ganz im Sinne der in den letzten Tagen gänzlich vernachlässigten UNI-Nach-und-Vorbereitung stehen. Jedoch waren das Wetter und der letzte Mercè-Tag einfach zu verlockend, sodass ich beschloss, einen kleinen Spaziergang durch die Stadt zu wagen. Am Passeig de Grácia reihten sich verschiedendste Stände und Pavillions aneinander, die sportliche Aktivitäten für die Kleinen, Bücher in allen erdenklichen Sprachen und Interessensbereichen und zahlreiche Promo-Girlies, die von Blumen über Flyer bis hin zu Brot alles mögliche kostenlos an die willigen Touristen verteilten, bereithielten.
Highlight für mich war der interaktive Verkehrssicherheitstest im Bicing-Pavillion, der mir schon nach dem 4. Versuch uneingeschränkte Befähigung zur gefahrlosen Bewegung im spanischen Straßenverkehr zu Fahrrad attestierte. Die nötigen Wiederholungen sind selbstverständlich einzig und allein darauf zurückzuführen, dass ich (dieses Wochenende leider weniger erfolgreich als erhofft) damit beschäftigt war, meiner Fortuna die Daumen zu drücken ;-)
Danach sollte mich dann die laute Musik an der Rambla de Raval vom Heimantritt abhalten. Die im Programmheft an fast allen Veranstaltungsorten der Mercè auftauchende Barcelona Acció Musical BAM spielte in die Dämmerung hinein und lud mich ein weiteres Stündchen zum Verweilen ein. Spanische Rhythmen taten wirklich das Ihre, denn jeder auf der Flaniermeile war in Bewegung und tanzte umher. Mittendrin in diesem Spektakel (welches ja eigentlich auf der Bühne stattfand, mein Blick aber gleichermaßen auf die Zuschauer gerichtet war) ist diese Mercè-Sache ein wirklich einmaliges Erlebnis.
Dann wurde ich wiederum von einem alles übertönenden Knall aus meiner Beobachtungs-Trance gerissen. Das große Abschluss-Feuerwerk an der Placa Espana hatte begonnen. Schnell eilte ich nach Haus und genoss von der Dachterasse aus den visuellen Höhepunkt dieser Feierwoche. Dass ich so viel mitbekommen konnte, ohne mich ins Gedränge der rund 200000 Menschen in unmittelbarer Nähe der Lichtspiele begeben zu müssen, sondern gemütlich von oben auf alles herab blicken konnte, wird als weiterer Pluspunkt auf meiner Gründe-FÜR-eine-Dachterasse-Liste aufgenommen.
Freu dich, die Mercè wurde um einen weiteren Fan bereichert!
Montag, 28. September 2009
Wiebke kocht!
Samstag, 26.09.:
Erste Überraschung an diesem Tag war eine Unterhaltung mit meiner Mitbewohnerin Shelly. Sie bedankte sich für die Torte, aber war ein wenig überrascht, woher ich denn wusste, dass sie am Freitag Geburtstag hatte. Als ich ihr dann mitteilte, dass es sich um meine eigene Geburtstagstorte handelte, musste erstmal ein bisschen darüber debattiert werden, dass das ja eigentlich gar nicht sein KANN, da ich mich für mein Sternzeichen dermaßen untypisch verhalte, dass ich kurz davor war, als Beweis meinen Ausweis herauszuholen.
Nachdem dann neidisch akzeptiert wurde, dass ich nicht 32, sondern 23 geworden bin und somit wahrscheinlich noch wesentlich länger auf dieser Erde weilen werde, begossen wir diesen amüsanten Zufall mit der restlichen Flasche Belentines.
Dann machte ich mich auf, um mal zu hören, wie es den Mallorca-Rumtreibern ergangen ist. Nachdem heute ICH die "übermüdeten" Rückkehrer mit Nudeln und leckerer Pilzsauce hinterm Ofen hervorlocken konnte, wurde ich sogar mit einem Mitbringsel in Magnetkettenform bedacht :-)
Für den Genuss des kostenlosen The Hives-Konzert am Mercè-Samstag war ich nun ein bisschen zu spät dran, aber um so gar nichts zu tun, war ich zu lang ans Bett gefesselt gewesen.
Also machte ich mich mit dem Radl wieder auf den Weg zum Strand. Auf der Fahrt konnte ich mich gerade so eben vor den brennenden verrückten Drachen retten, die die Correfoc-Parade durch die Stadt zelebrierten.
Am Strand wurde mir und den sich dort tummelnden Menschenmassen dann ein großartiges Feuerwerk präsentiert, welches an Lautstärke kaum zu überbieten war.
Freu dich - Barcelona verpulvert meine Steuern (bin ja offizieller Einwohner, dann kann ich auch nörgeln :-D)!
Erste Überraschung an diesem Tag war eine Unterhaltung mit meiner Mitbewohnerin Shelly. Sie bedankte sich für die Torte, aber war ein wenig überrascht, woher ich denn wusste, dass sie am Freitag Geburtstag hatte. Als ich ihr dann mitteilte, dass es sich um meine eigene Geburtstagstorte handelte, musste erstmal ein bisschen darüber debattiert werden, dass das ja eigentlich gar nicht sein KANN, da ich mich für mein Sternzeichen dermaßen untypisch verhalte, dass ich kurz davor war, als Beweis meinen Ausweis herauszuholen.
Nachdem dann neidisch akzeptiert wurde, dass ich nicht 32, sondern 23 geworden bin und somit wahrscheinlich noch wesentlich länger auf dieser Erde weilen werde, begossen wir diesen amüsanten Zufall mit der restlichen Flasche Belentines.
Dann machte ich mich auf, um mal zu hören, wie es den Mallorca-Rumtreibern ergangen ist. Nachdem heute ICH die "übermüdeten" Rückkehrer mit Nudeln und leckerer Pilzsauce hinterm Ofen hervorlocken konnte, wurde ich sogar mit einem Mitbringsel in Magnetkettenform bedacht :-)
Für den Genuss des kostenlosen The Hives-Konzert am Mercè-Samstag war ich nun ein bisschen zu spät dran, aber um so gar nichts zu tun, war ich zu lang ans Bett gefesselt gewesen.Also machte ich mich mit dem Radl wieder auf den Weg zum Strand. Auf der Fahrt konnte ich mich gerade so eben vor den brennenden verrückten Drachen retten, die die Correfoc-Parade durch die Stadt zelebrierten.
Am Strand wurde mir und den sich dort tummelnden Menschenmassen dann ein großartiges Feuerwerk präsentiert, welches an Lautstärke kaum zu überbieten war.
Freu dich - Barcelona verpulvert meine Steuern (bin ja offizieller Einwohner, dann kann ich auch nörgeln :-D)!
Sonntag, 27. September 2009
Marzipantortentag
immernoch Freitag, 25.09.:
Nachdem die Post gelesen, bewundert und bejubelt war, beschloss ich, mein persönliches Highlight heute in einem erneuten Strandbesuch zu suchen. Eingecremt und mit Strandlaken ausgestattet, radelte ich wieder ans Meer und genoss es, einfach zu tun, wonach mir der Sinn steht. Wohl das erste Mal in meinem Leben riskierte ich an meinem Geburtstag, mir einen Sonnenbrand einzufangen und räkelte mich indes gemütlich im feinen Sand. Ab und an mal ein kleines Telefonat, neue Bekanntschaften, wenn ich Leute bat, für ein Bad im Meer auf meine Sachen aufzupassen, und schöne Beobachtungsobjekte, die den aufkommenden Wind zur wellenreitenden Freizeitgestaltung nutzten, machten den Nachmittag zu einem relaxten und wunderbaren Abschnitt, wie ich ihn mir nicht besser hätte vorstellen können.
Dann hatte ich aber noch eine Mission zu erfüllen- DIE TORTE.
Viele wissen, dass die Marzipantorte an meinem Geburtstag bei mir eine gewisse Präsenz hat. Ich weiß eigentlich gar nicht so genau warum, wahrscheinlich einfach, weil sie unheimlich gut schmeckt! Im Vorfeld schon recherchiert, hatte ich herausgefunden, dass sich die
Auswahl der (erschwinglichen) Marzipantorten aber nur auf genau eine beschränkte. Den bisher angestrebten Qualitätsstandard vermochte sie nach Inaugenscheinnahme jedoch nicht zu erbringen und bevor ich mich in die Gefahr begab, enttäuscht zu werden, entschloss ich mich für ein bisschen mehr Experimentierfreude.
So hab ich keine Erwartungen und gleichzeitig einen Grund, mich schon auf Weihnachten zu freuen.
Nach einem kleinen Fußmarsch zum Strand fuhren wir dann noch
mit der Metro zum Forúm und feierten bei spanischem Hip-Hop unterm Riesenrad und Bratwürstchen & Charras für jeweils preisgünstige 5 Euro wieder "raus".
Freu dich - 23!
Nachdem die Post gelesen, bewundert und bejubelt war, beschloss ich, mein persönliches Highlight heute in einem erneuten Strandbesuch zu suchen. Eingecremt und mit Strandlaken ausgestattet, radelte ich wieder ans Meer und genoss es, einfach zu tun, wonach mir der Sinn steht. Wohl das erste Mal in meinem Leben riskierte ich an meinem Geburtstag, mir einen Sonnenbrand einzufangen und räkelte mich indes gemütlich im feinen Sand. Ab und an mal ein kleines Telefonat, neue Bekanntschaften, wenn ich Leute bat, für ein Bad im Meer auf meine Sachen aufzupassen, und schöne Beobachtungsobjekte, die den aufkommenden Wind zur wellenreitenden Freizeitgestaltung nutzten, machten den Nachmittag zu einem relaxten und wunderbaren Abschnitt, wie ich ihn mir nicht besser hätte vorstellen können.
Viele wissen, dass die Marzipantorte an meinem Geburtstag bei mir eine gewisse Präsenz hat. Ich weiß eigentlich gar nicht so genau warum, wahrscheinlich einfach, weil sie unheimlich gut schmeckt! Im Vorfeld schon recherchiert, hatte ich herausgefunden, dass sich die
So hab ich keine Erwartungen und gleichzeitig einen Grund, mich schon auf Weihnachten zu freuen.
Als Ergebnis konnte ich dann stolz meine diesjährige Tiramisu-Torte präsentieren, die -nachdem ich für meine Mitbewohner ein paar Stücke gerettet hatte- dann ihren Weg in Stefans, Alex und meine hungrigen Bäuche fand (man beachte, d
ieses Jahr ist tatsächlich alles anders, ich teile sogar meine Torte!).
Daraufhin radelten wir zum Ciutadella-Park und konnten ein wenig von den dort stattfindenen Jazz-Konzerten genießen, während wir auf der Wiese saßen und mit den Bierverkäufern feilschten. Highlight wurde dann der vom schwedischen Gastarbeiter "mit Liebe" zubereitete Mojito.Nach einem kleinen Fußmarsch zum Strand fuhren wir dann noch
Freitag, 25. September 2009
Ein gelungener Einstieg
Freitag, 25.09.:
Um 0:00 Uhr (zeitgleich mit Muttis und Vatis SMS -GMX ist ne feine Sache, oder? ;-)) stimmten die Herren dann plötzlich in mehreren Sprachen Lieder für mich an und holten zu meiner Überraschung 2 Flaschen von Pakis bestem Schampus aus dem Eisfach :-)
Fröhlich schlürften wir den süffigen Tropfen, knabberten (Chips waren aus, also hielten rohe Spaghetti als Ersatz her) und spielten weiter.
Nach Punkten zwar nicht ganz, aber sicherlich als Sieger der Herzen durch technischen K.O. der anderen Mitspieler, verließ ich mit einem Gewinnergefühl den Spieltisch.
Geweckt wurde ich, wie es schöner nicht ging, durch frischen Kaffeeduft und halbnackte Männer, die durch die Wohnung turnten :-D
Nachdem Frisches Rührei die Stärkung für den Mallorca-Trip darstellen sollte, setzte ich mich nach der Verabschiedung aufs Rad und begab mich erneut zum Strand, wo ich ein paar herrliche Geburtstagsmomente für mich verleben konnte.
So schön es dann aber auch war, es zog mich doch nach Haus, da ich einfach zu gern meine Post öffnen wollte und mich vor einem erneuten Strand-Desaster doch lieber mit Sonnencreme eindecken wollte - 28 Grad und wolkenloser Himmel als Vorhersage für heute klingen gar nicht mal schlecht, oder?
Freu dich Wiebke, cumpleaños a MÍ :-)
Um 0:00 Uhr (zeitgleich mit Muttis und Vatis SMS -GMX ist ne feine Sache, oder? ;-)) stimmten die Herren dann plötzlich in mehreren Sprachen Lieder für mich an und holten zu meiner Überraschung 2 Flaschen von Pakis bestem Schampus aus dem Eisfach :-)
Fröhlich schlürften wir den süffigen Tropfen, knabberten (Chips waren aus, also hielten rohe Spaghetti als Ersatz her) und spielten weiter.
Nach Punkten zwar nicht ganz, aber sicherlich als Sieger der Herzen durch technischen K.O. der anderen Mitspieler, verließ ich mit einem Gewinnergefühl den Spieltisch.
Geweckt wurde ich, wie es schöner nicht ging, durch frischen Kaffeeduft und halbnackte Männer, die durch die Wohnung turnten :-D
Nachdem Frisches Rührei die Stärkung für den Mallorca-Trip darstellen sollte, setzte ich mich nach der Verabschiedung aufs Rad und begab mich erneut zum Strand, wo ich ein paar herrliche Geburtstagsmomente für mich verleben konnte.
So schön es dann aber auch war, es zog mich doch nach Haus, da ich einfach zu gern meine Post öffnen wollte und mich vor einem erneuten Strand-Desaster doch lieber mit Sonnencreme eindecken wollte - 28 Grad und wolkenloser Himmel als Vorhersage für heute klingen gar nicht mal schlecht, oder?
Freu dich Wiebke, cumpleaños a MÍ :-)
Fry-Day
Donnerstag, 24.09.:
Um 14:00 Uhr war es endlich soweit und meine meditativen Schläfchen schienen endlich ihre gewünschte Wirkung zu entfalten. Ich fühlte mich nahezu gesund!
Das hieß, ab auf die Straße und einen neuen- prall mit neuen tollen Erlebnissen gefüllten - Tag verleben.
Am Rathausplatz, an einer der unzähligen Mercè-Veranstaltungsbühnen traf ich mich mit Alex, Franky und Robert und guckte, nachdem ich zum wiederholten Male mit den Worten "Wiebke, ohne dir zu nahe treten zu wollen, du siehst immer noch sch..... aus!" (da soll noch mal einer sagen, dass ICH diejenige bin, die leichtfertig und ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer ihre Kritik an den Mann bringt - GLASHAUS Stefan, ich bin sehr zart besaitet :-D ) den anderen vorsichtshalber erstmal nur zu, wie sie alkoholische Kaltgetränke zu sich nahmen und übte mich in dieser Hinsicht in vornehmer Zurückhaltung.
Das Menschenpyramidenspektakel, welches die Männer dorthin gelockt hatte, hatte ich leider um einige Minuten verpasst, aber ich hege die Hoffnung, dass in den kommenden vier Tagen auf für meine Augen noch mal so etwas aufgeführt wird.
Dann schlenderten wir ein wenig umher und ich präsentierte stolz einen gewissen Teil meines Raval-Viertels, bevor dann auch Hendrik zu uns stieß und wir uns entschlossen, uns zum Strand aufzumachen. Bicing sei Dank war der Weg eine ziemlich spaßige Angelegenheit, da wir ihn zu fünft mit unseren Rädern wie eine Mofa-Gang zurücklegten. Am Strand beguckten wir uns dann ein paar mehr oder weniger fähige Hobby-Beachvolleyballer und überlegten, wie wir den weiteren Abend gestalten sollten.
Da Hendrik und Robert am nächsten Tag einen Tagestrip nach Mallorca antreten wollten und ich selbst ja auch noch etwas angeschlagener war, beschlossen wir einen "Ruhigen" zu machen. Der konkrete Entschluss lautete dann, einen "Fry-Day" (als Ablösung für den Brühler Döner's-Tag) zu veranstalten.
Auf der Suche nach einer Bicing-Station, die fünf funktionstüchtige Räder für die Fahrt in die Wohnung bereithielt, erlebten wir dann etwas, das ziemlich erschreckend war.
Ein kleiner Gangster machte sich an der Station zu schaffen und brach mit einer riesigen Metallstange die Halterung auf, um ein Fahrrad zu stehlen.
Wir sprachen den jungen Herren selbstverständlich an und sagten ihm, dass er das sofort zu unterlassen hat. Jedoch ließ sich der Schlingel von selbst von vier Männern und einer Wiebke, die permanent auf ihn einredeten nicht beirren und setzte seine kriminelle Handlung fort. Da wir kein Handgemenge anzetteln wollten, konnten wir nicht mehr tun, als immer lauter unseren Missmut zu äußern und zu filmen, wie der Junge die Station auseinandernahm. Während wir drohten, die Polizei zu rufen, hielt der Dieb nur nochmal kurz lächelnd den nach oben gestreckten Daumen in unsere Kamera und radelte davon. Außer uns schien sich aber niemand (!) für das Geschehen zu interessieren - KRASS!
An der Sagrada Familia sollte es dann aber wieder spaßiger zugehen. Wie "FRY-Day" schon vermuten lässt, ging es bei dieser Sache ums Frittieren verschiedener Köstlichkeiten.
In einem beschichteten Topf erhitzten wir einige Liter Fett und begannen Katoffeln, Zwiebelringe, Garnelen, Kroketten und sogar Pilze zu frittieren. Keiner von uns hatte damit gerechnet, dass diese Spaßidee so prima umzusetzen wäre und so lecker schmecken würde! Ein wirklich gelungenes "Fett-Fondue".
Um 14:00 Uhr war es endlich soweit und meine meditativen Schläfchen schienen endlich ihre gewünschte Wirkung zu entfalten. Ich fühlte mich nahezu gesund!
Das hieß, ab auf die Straße und einen neuen- prall mit neuen tollen Erlebnissen gefüllten - Tag verleben.
Am Rathausplatz, an einer der unzähligen Mercè-Veranstaltungsbühnen traf ich mich mit Alex, Franky und Robert und guckte, nachdem ich zum wiederholten Male mit den Worten "Wiebke, ohne dir zu nahe treten zu wollen, du siehst immer noch sch..... aus!" (da soll noch mal einer sagen, dass ICH diejenige bin, die leichtfertig und ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer ihre Kritik an den Mann bringt - GLASHAUS Stefan, ich bin sehr zart besaitet :-D ) den anderen vorsichtshalber erstmal nur zu, wie sie alkoholische Kaltgetränke zu sich nahmen und übte mich in dieser Hinsicht in vornehmer Zurückhaltung.
Das Menschenpyramidenspektakel, welches die Männer dorthin gelockt hatte, hatte ich leider um einige Minuten verpasst, aber ich hege die Hoffnung, dass in den kommenden vier Tagen auf für meine Augen noch mal so etwas aufgeführt wird.
Dann schlenderten wir ein wenig umher und ich präsentierte stolz einen gewissen Teil meines Raval-Viertels, bevor dann auch Hendrik zu uns stieß und wir uns entschlossen, uns zum Strand aufzumachen. Bicing sei Dank war der Weg eine ziemlich spaßige Angelegenheit, da wir ihn zu fünft mit unseren Rädern wie eine Mofa-Gang zurücklegten. Am Strand beguckten wir uns dann ein paar mehr oder weniger fähige Hobby-Beachvolleyballer und überlegten, wie wir den weiteren Abend gestalten sollten.
Da Hendrik und Robert am nächsten Tag einen Tagestrip nach Mallorca antreten wollten und ich selbst ja auch noch etwas angeschlagener war, beschlossen wir einen "Ruhigen" zu machen. Der konkrete Entschluss lautete dann, einen "Fry-Day" (als Ablösung für den Brühler Döner's-Tag) zu veranstalten.
Auf der Suche nach einer Bicing-Station, die fünf funktionstüchtige Räder für die Fahrt in die Wohnung bereithielt, erlebten wir dann etwas, das ziemlich erschreckend war.
Ein kleiner Gangster machte sich an der Station zu schaffen und brach mit einer riesigen Metallstange die Halterung auf, um ein Fahrrad zu stehlen.
Wir sprachen den jungen Herren selbstverständlich an und sagten ihm, dass er das sofort zu unterlassen hat. Jedoch ließ sich der Schlingel von selbst von vier Männern und einer Wiebke, die permanent auf ihn einredeten nicht beirren und setzte seine kriminelle Handlung fort. Da wir kein Handgemenge anzetteln wollten, konnten wir nicht mehr tun, als immer lauter unseren Missmut zu äußern und zu filmen, wie der Junge die Station auseinandernahm. Während wir drohten, die Polizei zu rufen, hielt der Dieb nur nochmal kurz lächelnd den nach oben gestreckten Daumen in unsere Kamera und radelte davon. Außer uns schien sich aber niemand (!) für das Geschehen zu interessieren - KRASS!
An der Sagrada Familia sollte es dann aber wieder spaßiger zugehen. Wie "FRY-Day" schon vermuten lässt, ging es bei dieser Sache ums Frittieren verschiedener Köstlichkeiten.
In einem beschichteten Topf erhitzten wir einige Liter Fett und begannen Katoffeln, Zwiebelringe, Garnelen, Kroketten und sogar Pilze zu frittieren. Keiner von uns hatte damit gerechnet, dass diese Spaßidee so prima umzusetzen wäre und so lecker schmecken würde! Ein wirklich gelungenes "Fett-Fondue".
Danach wurde die Wohnung gelüftet (was gar nicht so einfach ist, wenn das Küchenfenster lediglich ins Treppenhaus führt :-D) und "Phase 10" ausgepackt.
Das mir bis dahin unbekannte Kartenspiel entfaltete mit Hendriks und Stefans köstlichen Kommentaren und Instruktionen zur gegenseitigen spielerischen Vernichtung eine sehr amüsante Faszination.
FRY dich, Patatas Bravas!
Donnerstag, 24. September 2009
Der Geist ist willig...
Mittwoch, 23.09.:
Nach gefühlten 20 Stunden Schlaf fühlte ich mich wesentlich gesünder als am Vortag und beschloss einen Versuch zu unternehmen, die heutigen Vorlesungen zu besuchen. Auch wenn die vernichtenden Aussagen meiner Kommilitonen, dass ich noch nicht wieder die bestaussehendste Version meinerselbst sei, noch keine vollständige Genesung bestätigen konnten, konnte ich mit meinem Gewissen einfach nicht vereinbaren, drei Tage lang nicht zur UNI zu gehen und dann in der Mercè-Woche 4 Tage lang feiern zu gehen, wenn ich mich wieder besser fühlte.
Also ab zum Campus: Zwar wurde die erste Vorlesung von ein bisschen Schnauben und Hüsteln von mir gestört, aber ansonsten überstand ich alles ganz passabel. Die Vorlesung danach fiel - da die Dozentin Otilia, welch wunderbarer Zufall, ebenfalls krank war - flach und um halb Zwei konnte ich bereits wieder den Heimweg antreten. Freudig plante ich, mir etwas zu Essen zu kochen, ein kleines, letztes, erholsames Mittagsschläfchen zu halten und mich dann ins Getümmel zu begeben und die an den verschiedenen Plätzen stattfindenden Spektakel zu genießen.
Als ich jedoch aus meinem Nickerchen erwachte, war es bereits wieder dunkel und ich musste mir eingestehen, dass der erholsame Teil noch nicht zu meiner Befriedigung abgeschlossen war. Der Husten hatte sich zwar fast komplett verabschiedet, war dafür aber von mehreren heftigen Nieß-Anfällen abgelöst worden. Da diese deutlich weniger Halsschmerzen verursachen, nahm ich diesen Wechsel gerne an, beschloss aber dennoch, auch den heutigen Abend vorsorglich zu Haus zu bleiben.
Mit einem heißen Pfefferminztee anstelle von Cerveza und Cava hob ich meine Tasse auf "Feliz Mercè" und war fest entschlossen, die Erkältung bis zum nächsten Tag auszukurieren.
Freu dich, mit Willenskraft und Glaube wurden sogar schon Berge versetzt, das wird doch ein Kinderspiel!
Nach gefühlten 20 Stunden Schlaf fühlte ich mich wesentlich gesünder als am Vortag und beschloss einen Versuch zu unternehmen, die heutigen Vorlesungen zu besuchen. Auch wenn die vernichtenden Aussagen meiner Kommilitonen, dass ich noch nicht wieder die bestaussehendste Version meinerselbst sei, noch keine vollständige Genesung bestätigen konnten, konnte ich mit meinem Gewissen einfach nicht vereinbaren, drei Tage lang nicht zur UNI zu gehen und dann in der Mercè-Woche 4 Tage lang feiern zu gehen, wenn ich mich wieder besser fühlte.
Also ab zum Campus: Zwar wurde die erste Vorlesung von ein bisschen Schnauben und Hüsteln von mir gestört, aber ansonsten überstand ich alles ganz passabel. Die Vorlesung danach fiel - da die Dozentin Otilia, welch wunderbarer Zufall, ebenfalls krank war - flach und um halb Zwei konnte ich bereits wieder den Heimweg antreten. Freudig plante ich, mir etwas zu Essen zu kochen, ein kleines, letztes, erholsames Mittagsschläfchen zu halten und mich dann ins Getümmel zu begeben und die an den verschiedenen Plätzen stattfindenden Spektakel zu genießen.
Als ich jedoch aus meinem Nickerchen erwachte, war es bereits wieder dunkel und ich musste mir eingestehen, dass der erholsame Teil noch nicht zu meiner Befriedigung abgeschlossen war. Der Husten hatte sich zwar fast komplett verabschiedet, war dafür aber von mehreren heftigen Nieß-Anfällen abgelöst worden. Da diese deutlich weniger Halsschmerzen verursachen, nahm ich diesen Wechsel gerne an, beschloss aber dennoch, auch den heutigen Abend vorsorglich zu Haus zu bleiben.
Mit einem heißen Pfefferminztee anstelle von Cerveza und Cava hob ich meine Tasse auf "Feliz Mercè" und war fest entschlossen, die Erkältung bis zum nächsten Tag auszukurieren.
Freu dich, mit Willenskraft und Glaube wurden sogar schon Berge versetzt, das wird doch ein Kinderspiel!
Dienstag, 22. September 2009
Von heißer Stirn und kaltem Tee
Dienstag, 22.09.:
Von Schwindelgefühl und Kopf-und Gliederschmerzen begleitet, gestaltete sich mein Tag relativ unspektakulär:
In abwechselnder Reihenfolge wurden die Schritte "nassen Waschlappen auf der Stirn platzieren", "Tee kochen", "schlafen", "nassen Waschlappen wiederfinden, da im Schlaf weggerutscht", "Tee aufwärmen, da aus Trägheit in der Küche vergessen", "duschen", "dösen", "leiden" und "erneut schlafen" kontinuierlich wiederholt.
Ich hoffe, niemand ist enttäuscht, dass ich nicht detaillierter darauf eingehen werde, wie sich mein Unwohlsein konkret geäußert hat. Und ich hoffe, es erdreistet sich niemand, sich zu irgendwelchen Schweinegrippen-Witzen berufen zu fühlen! :-P
Mein Plan für diese Nacht ist "gesund werden", denn bekannterweise stehen in den nächsten Tagen hier diverse Feierlichkeiten zu Ehren der Mercè an, die in der ganzen Stadt mit Festen, Konzerten und feiernder Bevölkerung zelebriert werden und gerne von mir in das "hab ich alles erlebt"-Portfolio aufgenommen werden wollen.
Also gutes Nächtle...
Achja, Höhepunkt des heutigen Tages war die erneut frohe Kunde, dass Post für mich im Briefkasten war :-) Die, wie ich hoffentlich richtig kombiniert habe, noch nicht zum Öffnen bestimmten Briefe von Stoffel und Großmutter haben diesem Krankheitstag doch noch einen positiven Aspekt geben können :-)
Von Schwindelgefühl und Kopf-und Gliederschmerzen begleitet, gestaltete sich mein Tag relativ unspektakulär:
In abwechselnder Reihenfolge wurden die Schritte "nassen Waschlappen auf der Stirn platzieren", "Tee kochen", "schlafen", "nassen Waschlappen wiederfinden, da im Schlaf weggerutscht", "Tee aufwärmen, da aus Trägheit in der Küche vergessen", "duschen", "dösen", "leiden" und "erneut schlafen" kontinuierlich wiederholt.
Ich hoffe, niemand ist enttäuscht, dass ich nicht detaillierter darauf eingehen werde, wie sich mein Unwohlsein konkret geäußert hat. Und ich hoffe, es erdreistet sich niemand, sich zu irgendwelchen Schweinegrippen-Witzen berufen zu fühlen! :-P
Mein Plan für diese Nacht ist "gesund werden", denn bekannterweise stehen in den nächsten Tagen hier diverse Feierlichkeiten zu Ehren der Mercè an, die in der ganzen Stadt mit Festen, Konzerten und feiernder Bevölkerung zelebriert werden und gerne von mir in das "hab ich alles erlebt"-Portfolio aufgenommen werden wollen.
Also gutes Nächtle...
Achja, Höhepunkt des heutigen Tages war die erneut frohe Kunde, dass Post für mich im Briefkasten war :-) Die, wie ich hoffentlich richtig kombiniert habe, noch nicht zum Öffnen bestimmten Briefe von Stoffel und Großmutter haben diesem Krankheitstag doch noch einen positiven Aspekt geben können :-)
Das war's
Montag, 21.09.:
Müde bin ich, geh zur Ruh...mit diesem Gefühl wachte ich am Morgen auf, nachdem ich leider des Öfteren in der vergangenen Nacht von bösen Hustenattacken geweckt worden war.
Aber es half ja nichts, der Vorlesungsbeginn nahte und so machte ich mich auf den Weg zum Campus. Kurz nach Ankunft bei einem kleinen Guten-Morgen-Plausch merkte ich, dass auch meine Stimme sich zu gestern deutlich verändert hatte. Nur noch ein Knattern brachten meine Stimmbänder hervor und es grauste mir, den sonnigen Innenhof Richtung kalten Hörsaal zu verlassen.
Nach einer Stunde, in der ich lediglich mehrmals den Satz "You know, this is the idea!" in Verbindung mit einem vielsagenden Blick des Dozenten vernehmen konnte, aber in Wirklichkeit keine Ahnung hatte worum es ging, schlief ich doch tatsächlich in der kurzen Pause mit dem Kopf auf dem Pult ein. Das war das Zeichen, dass es wohl zwecklos war, weiter zu versuchen, der Vorlesung zu folgen und ich beschloss, nach Haus zu gehen.
Ein kurzer Zwischenstopp beim Supermarkt, bei dem ich Kräuterbonbons, Taschentücher und Pfefferminztee besorgte, war das Einzige, was noch zu erledigen war. Nachdem ich dann aber die abertausenden Treppenstufen zur Wohnung bezwungen hatte, war ich so geschafft, dass nichts von meinen Heilmitteln mehr zum Einsatz kommen konnte, sondern ich für die nächsten sechs Stunden einfach nur schlafen musste.
Danach lutschte ich ein paar Bonbons, wechselte meine durchgeschwitzte Bettwäsche und stellte fest, dass die von mir erstandenen Taschentücher Eukalyptus-Aroma versrprühten, was meine Nase nur noch mehr zum Laufen anregte.
Ganz Prima, offenbar sind die Klimaanlagen hier nicht besonders förderlich für mein physisches Wohlbefinden - Ich bin erkältet :-(
Heut freu ich mich nicht! So!
PS: Ich neige teilweise zu Übertreibungen, ein lebensgefährlicher Status meiner Erkrankung ist zur Beruhigung meiner Leserschaft noch nicht abzusehen, Bemitleidungen und Gute-Besserungs-Wünsche nehme ich aber natürlich trotzdem herzlich gern entgegen :-)
Müde bin ich, geh zur Ruh...mit diesem Gefühl wachte ich am Morgen auf, nachdem ich leider des Öfteren in der vergangenen Nacht von bösen Hustenattacken geweckt worden war.
Aber es half ja nichts, der Vorlesungsbeginn nahte und so machte ich mich auf den Weg zum Campus. Kurz nach Ankunft bei einem kleinen Guten-Morgen-Plausch merkte ich, dass auch meine Stimme sich zu gestern deutlich verändert hatte. Nur noch ein Knattern brachten meine Stimmbänder hervor und es grauste mir, den sonnigen Innenhof Richtung kalten Hörsaal zu verlassen.
Nach einer Stunde, in der ich lediglich mehrmals den Satz "You know, this is the idea!" in Verbindung mit einem vielsagenden Blick des Dozenten vernehmen konnte, aber in Wirklichkeit keine Ahnung hatte worum es ging, schlief ich doch tatsächlich in der kurzen Pause mit dem Kopf auf dem Pult ein. Das war das Zeichen, dass es wohl zwecklos war, weiter zu versuchen, der Vorlesung zu folgen und ich beschloss, nach Haus zu gehen.
Ein kurzer Zwischenstopp beim Supermarkt, bei dem ich Kräuterbonbons, Taschentücher und Pfefferminztee besorgte, war das Einzige, was noch zu erledigen war. Nachdem ich dann aber die abertausenden Treppenstufen zur Wohnung bezwungen hatte, war ich so geschafft, dass nichts von meinen Heilmitteln mehr zum Einsatz kommen konnte, sondern ich für die nächsten sechs Stunden einfach nur schlafen musste.
Danach lutschte ich ein paar Bonbons, wechselte meine durchgeschwitzte Bettwäsche und stellte fest, dass die von mir erstandenen Taschentücher Eukalyptus-Aroma versrprühten, was meine Nase nur noch mehr zum Laufen anregte.
Ganz Prima, offenbar sind die Klimaanlagen hier nicht besonders förderlich für mein physisches Wohlbefinden - Ich bin erkältet :-(
Heut freu ich mich nicht! So!
PS: Ich neige teilweise zu Übertreibungen, ein lebensgefährlicher Status meiner Erkrankung ist zur Beruhigung meiner Leserschaft noch nicht abzusehen, Bemitleidungen und Gute-Besserungs-Wünsche nehme ich aber natürlich trotzdem herzlich gern entgegen :-)
Öfter mal was Neues
Sonntag, 20.09.:
Nachdem die Mia-Verräum-Musik aus dem Nebenzimmer verstummt war, stand ich frühzeitig auf, um meine mir für diese Woche auferlegte Küchenputzpflicht zu erledigen. Während der Rest der Bewohner noch schlief, schrubbte ich bei Kaffee und Web-Radio vor mich hin und machte im Kopf meine weiteren Pläne für den Tag: Etwas für die UNI tun, vielleicht ein bisschen mit dem Fahrrad herumfahren und abends - öfter mal was Neues - von anderen Leuten bekocht werden. Klang nach einem zu schaffenden Programm.
Nachdem ich jedoch geeendet hatte, fühlte ich mich von der anspruchsvollen Reinigungsaufgabe so ermattet, dass ich ein weiteres Nickerchen einlegen musste. Dann folgten die ersten 14 Seiten des durchzuarbeitenden Textes für die Vorlesungen am Dienstag und der Beschluss, dass ich heute nicht konzentrationsfähig genug war, um weiterzumachen.
Und so begab ich mich zur Sagrada Familia und beobachtete, wie Stefan das heutige Sonntagsessen zubereitete: Es ist unglaublich, wie man einen Kartoffelauflauf ohne Schinken, ohne Milch, ohne Zwiebeln und sogar ohne Käse zubereiten kann und er trotzdem schmeckt!
Beeindruckt von der Paniermehlkruste speisten wir alle zusammen in der Wohnküche, während draußen ein heftiges Gewitter tobte. Aber langweilig sollte es aufgrund der mangelnden Möglichkeit für Draußenaktivitäten nicht werden. Robert war wieder zurückgekehrt und hatte die fehlenden lebenswichtigen Utensilien aus Deutschland mitgebracht. Neben einem Pürierstab (?!) war auch eine N64 im Handgepäck untergekommen und so knobelten wir das Abwaschen heute durch virtuelles Sterne-und-Münzen-sammeln aus. Ich belegte mit meiner Dinosaurierspiefigur (gleich hinter Stefans Prinzessin) einen passablen 3. Platz - da ich Kopfschmerzen hatte und mich ohnehin den ganzen Tag nicht besonders behaglich gefühlt hatte, gab ich mich hiermit auch (zumindest erstmal) zufrieden.
Auf dem Heimweg begann ich das erste Mal auch außerhalb der klimatisierten Bereiche zu frösteln und sehnte mich, während ich auf eine gewisse Magnetkette aufpasste, nach Großmuttis Heizkissen.
Freu dich, für nächste Woche ist wieder besseres Wetter angesagt!
Nachdem die Mia-Verräum-Musik aus dem Nebenzimmer verstummt war, stand ich frühzeitig auf, um meine mir für diese Woche auferlegte Küchenputzpflicht zu erledigen. Während der Rest der Bewohner noch schlief, schrubbte ich bei Kaffee und Web-Radio vor mich hin und machte im Kopf meine weiteren Pläne für den Tag: Etwas für die UNI tun, vielleicht ein bisschen mit dem Fahrrad herumfahren und abends - öfter mal was Neues - von anderen Leuten bekocht werden. Klang nach einem zu schaffenden Programm.
Nachdem ich jedoch geeendet hatte, fühlte ich mich von der anspruchsvollen Reinigungsaufgabe so ermattet, dass ich ein weiteres Nickerchen einlegen musste. Dann folgten die ersten 14 Seiten des durchzuarbeitenden Textes für die Vorlesungen am Dienstag und der Beschluss, dass ich heute nicht konzentrationsfähig genug war, um weiterzumachen.
Und so begab ich mich zur Sagrada Familia und beobachtete, wie Stefan das heutige Sonntagsessen zubereitete: Es ist unglaublich, wie man einen Kartoffelauflauf ohne Schinken, ohne Milch, ohne Zwiebeln und sogar ohne Käse zubereiten kann und er trotzdem schmeckt!
Beeindruckt von der Paniermehlkruste speisten wir alle zusammen in der Wohnküche, während draußen ein heftiges Gewitter tobte. Aber langweilig sollte es aufgrund der mangelnden Möglichkeit für Draußenaktivitäten nicht werden. Robert war wieder zurückgekehrt und hatte die fehlenden lebenswichtigen Utensilien aus Deutschland mitgebracht. Neben einem Pürierstab (?!) war auch eine N64 im Handgepäck untergekommen und so knobelten wir das Abwaschen heute durch virtuelles Sterne-und-Münzen-sammeln aus. Ich belegte mit meiner Dinosaurierspiefigur (gleich hinter Stefans Prinzessin) einen passablen 3. Platz - da ich Kopfschmerzen hatte und mich ohnehin den ganzen Tag nicht besonders behaglich gefühlt hatte, gab ich mich hiermit auch (zumindest erstmal) zufrieden.
Auf dem Heimweg begann ich das erste Mal auch außerhalb der klimatisierten Bereiche zu frösteln und sehnte mich, während ich auf eine gewisse Magnetkette aufpasste, nach Großmuttis Heizkissen.
Freu dich, für nächste Woche ist wieder besseres Wetter angesagt!
Mitfiebern
Samstag, 19.09.:
Ein besonderer Samstag in Barcelona, denn meine Gedanken waren heute weder beim Strand, noch bei anderen bisher auskundschafteten wundervollen Orten. Das erste Meisterschaftsspiel meiner heimischen Handballmannschaft vereinnahmte mein Gemüt vom ersten Morgenkaffee an.
Ich glaube, so aufgeregt war ich bisher, selbst wenn ich mit dabei war, selten. Schon bevor das Spiel überhaupt angepfiffen war, aktualisierte ich minütlich die Ergebnisseite im Internet und hüpfte nervös durch die Wohnung.
Zum Entspannen "zwang" ich mich dann auf die Dachterasse (welch Strafe :-D) und konnte nach sich unendlich in die Länge zu ziehen scheinenden Minuten das großartige Ergebnis eines Sieges der Fortuna gegen Roetgen auf meinem Handy lesen.
Jippiee - Tag im Lot!
Das musste doch begossen werden und da ich willens war, meine Freude mit Menschen zu teilen, die den Stellenwert des Handballs in meinem Leben annähernd nachvollziehen können, ließ ich mich gern spontan zum Essen in die WG der Brühler einladen (muss mir glaub ich bald mal einen Namen dafür ausdenken). Hendriks Curry-Reis mit Geflügel schmeckte ausgezeichnet und die Unterhaltung über den günstigen Einkauf der Lebensmittel brachte zur insgeheimen (nun öffentlichen) Beglückwünschung meinerselbst, dass ich, die ich mich immer einladen lasse, ja eigentlich ein noch viel effizienterer Sparfuchs bin :-D
Auch wenn Handball-Robert, der meine Freude wohl am allermeisten verstanden hätte, übers Wochenende auf Deutschlandbesuch war, hatten wir einen netten Abend. Stefan und ich guckten dann noch einen Film - dessen Verständnis ohne Boxen direkt neben dem surrenden Kühlschrank eine echte Hürde darstellte und krönten den Abend später mit einem Telefonat nach China, bei dem ein nicht mehr ganz taufrischer Max von seinen nächtlichen Ausflügen ins Quingdaoer Feierleben berichtete und für allgemeine Erheiterung sorgen konnte.
Freut Euch bitte alle mit mir, die ersten 2 Punkte sicher nach Haus gebracht!
Ein besonderer Samstag in Barcelona, denn meine Gedanken waren heute weder beim Strand, noch bei anderen bisher auskundschafteten wundervollen Orten. Das erste Meisterschaftsspiel meiner heimischen Handballmannschaft vereinnahmte mein Gemüt vom ersten Morgenkaffee an.Ich glaube, so aufgeregt war ich bisher, selbst wenn ich mit dabei war, selten. Schon bevor das Spiel überhaupt angepfiffen war, aktualisierte ich minütlich die Ergebnisseite im Internet und hüpfte nervös durch die Wohnung.
Zum Entspannen "zwang" ich mich dann auf die Dachterasse (welch Strafe :-D) und konnte nach sich unendlich in die Länge zu ziehen scheinenden Minuten das großartige Ergebnis eines Sieges der Fortuna gegen Roetgen auf meinem Handy lesen.
Jippiee - Tag im Lot!
Das musste doch begossen werden und da ich willens war, meine Freude mit Menschen zu teilen, die den Stellenwert des Handballs in meinem Leben annähernd nachvollziehen können, ließ ich mich gern spontan zum Essen in die WG der Brühler einladen (muss mir glaub ich bald mal einen Namen dafür ausdenken). Hendriks Curry-Reis mit Geflügel schmeckte ausgezeichnet und die Unterhaltung über den günstigen Einkauf der Lebensmittel brachte zur insgeheimen (nun öffentlichen) Beglückwünschung meinerselbst, dass ich, die ich mich immer einladen lasse, ja eigentlich ein noch viel effizienterer Sparfuchs bin :-D
Auch wenn Handball-Robert, der meine Freude wohl am allermeisten verstanden hätte, übers Wochenende auf Deutschlandbesuch war, hatten wir einen netten Abend. Stefan und ich guckten dann noch einen Film - dessen Verständnis ohne Boxen direkt neben dem surrenden Kühlschrank eine echte Hürde darstellte und krönten den Abend später mit einem Telefonat nach China, bei dem ein nicht mehr ganz taufrischer Max von seinen nächtlichen Ausflügen ins Quingdaoer Feierleben berichtete und für allgemeine Erheiterung sorgen konnte.
Freut Euch bitte alle mit mir, die ersten 2 Punkte sicher nach Haus gebracht!
Samstag, 19. September 2009
New Year's Eve
Freitag, 18.09.:
Meine Prognose bewahrheitete sich und ich fühlte mich außer Stande, das Bett vor 13 Uhr zu verlassen. Aber sei es drum, vorlesungsfreie Freitage sind ja wie dafür gemacht :-)
Geweckt wurde ich vom Duft frisch gebackenen Brotes aus der meinem Zimmer gegenüberliegenden Küche - Jotta (@ Melly-Shelly: unierversell anwendbar ;-))! Shelly sang bestgelaunt verschiedene Lieder, während sie ungefähr ein Dutzend verschiedener Speisen zubereitete. Meine Frage nach dem Anlass konnte mir dann wiederum mit der Antwort eines jüdischen Hintergrunds gegeben werden. Nicht der Geburtstag der lieben Anna (ein lieber Gruß nach Widdersdorf ;-)) sondern eine der am meisten zelebrierten Festivitäten war Grund für die in der Wohnung versprühte Euphorie. Jüdischer "New Year's Eve" lud stündlich neue Freunde von Shelly in die Wohnung ein, und ab 16 Uhr wurde mit jedem neuen Gast auch eine neue Flasche Wein geköpft. Nachdem ich in meinem Zimmer, weil ich die Zelebrierung nicht so sehr stören wollte, ein bisschen dem Einslive-Webradio lauschte und beim deutschen Verkehrsfunk wehleidig an mein geliebtes Auto denken musste (@ Mutti & Vati: alles in Ordnung mit meinem Schätzchen???), beschloss ich unter blauem Himmel wiederum eine kleine Fahrradtour zu machen. Diesmal ging es weder zum Strand, noch durch die Gassen im Zentrum, sondern von der Placa España aus einfach mal die Hauptstraße entlang Stadtauswärts. Dabei wurde mir bewusst, wie groß Barcelona eigentlich ist und wie viele Erkundungstouren ich noch machen muss, um hier alles einmal gesehen zu haben...Auch als ich auf dem Weg zur Placa d'Europa das Industriegebiet und andere weniger interessante Passagen passierte, war von hässlicher Vorort-Plattenbau-Marnier nichts zu spüren - Barcelona hat einfach überall einen reizvollen Charme. Ungewollt kam ich dann zufällig wieder am IKEA vorbei und machte einen kleinen Hot-Dog-Zwischenstop :-)
Dann machte ich mich weiter Richtung nördliche Sarrià, wo auch mein Campus beheimatet ist. Das Fahrrad ließ ich dann an einer Station stehen, da sich die Straßen hier sehr steil präsentieren und ziemlich an San Francisco einnern (wobei ich meine Eindrücke hier lediglich aus MONK und den bewundernswerten Reiseberichten von Hawaiialex zu rechtfertigen weiß).
Als plötzlich, binnen einer halben Stunde, der Himmel tiefschwarz wurde und sich ein arger Sturm ankündigte, zog ich es vor, zu Bus die Heimreise anzutreten. Gerade zur rechten Zeit, da Shelly hilferufend anrief, denn sie hatte sich nach den Feierlichkeiten auf der Dachterasse ausgesperrt und leider noch diverse Kuchen im Ofen.
Zwar war Ronny schneller als ich als Retter in der Not zur Stelle, jedoch wurde ich trotzdem mit einem halb israelischen, halb äthiopischen Brot und einer Flasche Wein für meine Hilfsbereitschaft belohnt...Also von mir aus kann hier jeden Tag jüdischer Jahreswechsel sein, wenn das das Ergebnis ist :-)
Freu dich, auch "Silvester in Barcelona" kann auf der To-Do-Liste abgehakt werden!
Meine Prognose bewahrheitete sich und ich fühlte mich außer Stande, das Bett vor 13 Uhr zu verlassen. Aber sei es drum, vorlesungsfreie Freitage sind ja wie dafür gemacht :-)
Geweckt wurde ich vom Duft frisch gebackenen Brotes aus der meinem Zimmer gegenüberliegenden Küche - Jotta (@ Melly-Shelly: unierversell anwendbar ;-))! Shelly sang bestgelaunt verschiedene Lieder, während sie ungefähr ein Dutzend verschiedener Speisen zubereitete. Meine Frage nach dem Anlass konnte mir dann wiederum mit der Antwort eines jüdischen Hintergrunds gegeben werden. Nicht der Geburtstag der lieben Anna (ein lieber Gruß nach Widdersdorf ;-)) sondern eine der am meisten zelebrierten Festivitäten war Grund für die in der Wohnung versprühte Euphorie. Jüdischer "New Year's Eve" lud stündlich neue Freunde von Shelly in die Wohnung ein, und ab 16 Uhr wurde mit jedem neuen Gast auch eine neue Flasche Wein geköpft. Nachdem ich in meinem Zimmer, weil ich die Zelebrierung nicht so sehr stören wollte, ein bisschen dem Einslive-Webradio lauschte und beim deutschen Verkehrsfunk wehleidig an mein geliebtes Auto denken musste (@ Mutti & Vati: alles in Ordnung mit meinem Schätzchen???), beschloss ich unter blauem Himmel wiederum eine kleine Fahrradtour zu machen. Diesmal ging es weder zum Strand, noch durch die Gassen im Zentrum, sondern von der Placa España aus einfach mal die Hauptstraße entlang Stadtauswärts. Dabei wurde mir bewusst, wie groß Barcelona eigentlich ist und wie viele Erkundungstouren ich noch machen muss, um hier alles einmal gesehen zu haben...Auch als ich auf dem Weg zur Placa d'Europa das Industriegebiet und andere weniger interessante Passagen passierte, war von hässlicher Vorort-Plattenbau-Marnier nichts zu spüren - Barcelona hat einfach überall einen reizvollen Charme. Ungewollt kam ich dann zufällig wieder am IKEA vorbei und machte einen kleinen Hot-Dog-Zwischenstop :-)
Dann machte ich mich weiter Richtung nördliche Sarrià, wo auch mein Campus beheimatet ist. Das Fahrrad ließ ich dann an einer Station stehen, da sich die Straßen hier sehr steil präsentieren und ziemlich an San Francisco einnern (wobei ich meine Eindrücke hier lediglich aus MONK und den bewundernswerten Reiseberichten von Hawaiialex zu rechtfertigen weiß).
Als plötzlich, binnen einer halben Stunde, der Himmel tiefschwarz wurde und sich ein arger Sturm ankündigte, zog ich es vor, zu Bus die Heimreise anzutreten. Gerade zur rechten Zeit, da Shelly hilferufend anrief, denn sie hatte sich nach den Feierlichkeiten auf der Dachterasse ausgesperrt und leider noch diverse Kuchen im Ofen.
Zwar war Ronny schneller als ich als Retter in der Not zur Stelle, jedoch wurde ich trotzdem mit einem halb israelischen, halb äthiopischen Brot und einer Flasche Wein für meine Hilfsbereitschaft belohnt...Also von mir aus kann hier jeden Tag jüdischer Jahreswechsel sein, wenn das das Ergebnis ist :-)
Freu dich, auch "Silvester in Barcelona" kann auf der To-Do-Liste abgehakt werden!
Hoy No Me Puedo Levantar
Donnerstag, 17.09.:
Das Aufstehen für die Vorlesungen fiel mir an diesem Morgen "unerwartet" schwer. Dass die erste Spanischvorlesung aber erst um 11 Uhr stattfand, kam mir und meinem irgendwie doch noch etwas benebelten Kopf ziemlich gelegen.
Ohne Stefan, der an seinem Geburtstag offenbar beschlossen hatte etwas länger zu schlafen, lauschte der Rest des Kurses Roberts Vortrag über die Weihnachtsgebräuche in Spanien, was den in der letzten Woche deutlich abkühlenden Temperaturen Ausdruck verlieh. Danach schien es, als wollte die Dozentin auf ihre fleißigen Schüler eingehen (oder sie ein bisschen vorführen ;-)), jedenfalls wurde als nächstes das Hörverständnis geschult, indem das spanische Lied "Hoy ne me puedo levantar" (Heute kann ich nicht aufstehen) analysiert wurde. Die Sängerin referierte hier über die Nachwirkungen einer durchzechten Nacht und stattete uns mit neuem - heute mehr als brauchbarem - Vokabular zur Beschreibung unserer physischen Verfassung aus: Unter anderem bescherte uns dieses Lied Phrasen wie "ich hab Kopfschmerzen", "ich hab einen Kater" und "ich hab keinen Bock auf gar nichts". Prima, wie lebensnah hier doch die Unterrichtsgestaltung abläuft, oder? :-D
Dass wir das Lied dann auch noch alle gemeinsam nachsingen durften, dürfte dann das Highlight dieser Vorlesung gewesen sein.
Als hätte Franky gefühlt, was er verpasst hatte, entschloss er sich dann in der Mittagspause doch noch zum Campus zu kommen. Nachdem erneut ein Ständchen gesungen wurde und Robert und Hendrik auf die Schnelle den wohl wiederlichsten Napfkuchen der Welt aus dem Supermarkt organisierten und mit niedlichen Geburtstagskerzen verzierten, kam auch der Cafeteria-Chef nicht umhin, Notiz von diesem besonderen Tag zu nehmen. Und tatsächlich bekamen wir Mittags um 12 unter neidischen Blicken aller drumherumsitzenden Studenten eine Flasche Sekt ausgegeben :-) An gestern anknüpfen hieß es dann also.
Bei der zweiten Spanisch-Vorlesung an diesem Tag durfte ich dann stellvertretend für die EUFH-Logistikriege allein die Stellung halten: Robert machte sich auf dem Weg zum Flughafen zu einem Heimatbesuch in Köln, Hendrik und Alex hatten die Aufgabe, Stefans Überraschungsbesuch (Freundin und Schwester) in der Stadt zu empfangen und Stefan selbst wollte wohl einfach nur der Erklärungsnot für sein morgentliches Fehlen aus dem Weg gehen. Naja, ich werde mir die "folgenlosen Fehlzeiten" für Tage aufheben, an denen das Wetter ein bisschen zuverlässiger ist, als diese Woche.
Abends ging es dann wieder ins Städtchen, der über beide Ohren mit einem Dauergrinsen ausgestattete Stefan, der sich sichtlich über seinen unerwarteten Besuch freute, voran.
Die am Vorabend ausgehandelten "Happy Hour all Night long"-Gutscheine für die "13" führten uns wiederum in die bereits bekannte Cocktailbar und wir verbrachten einen lustigen Geburtstagsabend.
Irgendwann kam dann aber doch die Müdigkeit durch; leider hatten wir mit dem unerwartet vom Himmel stürzenden Weltuntergangsregenschauer weniger gerechnet und der Heimweg wurde alles andere als gemütlich.
Anmerken will ich aber noch, dass ich heute Abend mit sehr charmanten Aufmerksamkeiten bedacht wurde - Stefan ließ es sich nicht nehmen, an seinem Geburtstag den fast gar nicht aufdringlichen Rosenverkäufer ohne Umsatz wieder wegzuschicken und Hendrik hatte vor der Taxifahrt zu Sagrada Familia der anderen so viel Mitleid mit der armen Wiebke, dass er mir vom fliegenden Händler einen astreinen (schon beim 2. Versuch fast vollständig aufzuspannenden) Regenschirm kaufte :-)
Langsam fang ich an, die A-Gruppe richtig sympatisch zu finden ;-)
Freu dich - auch mañana ne me puedo levantar!
Das Aufstehen für die Vorlesungen fiel mir an diesem Morgen "unerwartet" schwer. Dass die erste Spanischvorlesung aber erst um 11 Uhr stattfand, kam mir und meinem irgendwie doch noch etwas benebelten Kopf ziemlich gelegen.
Ohne Stefan, der an seinem Geburtstag offenbar beschlossen hatte etwas länger zu schlafen, lauschte der Rest des Kurses Roberts Vortrag über die Weihnachtsgebräuche in Spanien, was den in der letzten Woche deutlich abkühlenden Temperaturen Ausdruck verlieh. Danach schien es, als wollte die Dozentin auf ihre fleißigen Schüler eingehen (oder sie ein bisschen vorführen ;-)), jedenfalls wurde als nächstes das Hörverständnis geschult, indem das spanische Lied "Hoy ne me puedo levantar" (Heute kann ich nicht aufstehen) analysiert wurde. Die Sängerin referierte hier über die Nachwirkungen einer durchzechten Nacht und stattete uns mit neuem - heute mehr als brauchbarem - Vokabular zur Beschreibung unserer physischen Verfassung aus: Unter anderem bescherte uns dieses Lied Phrasen wie "ich hab Kopfschmerzen", "ich hab einen Kater" und "ich hab keinen Bock auf gar nichts". Prima, wie lebensnah hier doch die Unterrichtsgestaltung abläuft, oder? :-D
Dass wir das Lied dann auch noch alle gemeinsam nachsingen durften, dürfte dann das Highlight dieser Vorlesung gewesen sein.
Als hätte Franky gefühlt, was er verpasst hatte, entschloss er sich dann in der Mittagspause doch noch zum Campus zu kommen. Nachdem erneut ein Ständchen gesungen wurde und Robert und Hendrik auf die Schnelle den wohl wiederlichsten Napfkuchen der Welt aus dem Supermarkt organisierten und mit niedlichen Geburtstagskerzen verzierten, kam auch der Cafeteria-Chef nicht umhin, Notiz von diesem besonderen Tag zu nehmen. Und tatsächlich bekamen wir Mittags um 12 unter neidischen Blicken aller drumherumsitzenden Studenten eine Flasche Sekt ausgegeben :-) An gestern anknüpfen hieß es dann also.
Bei der zweiten Spanisch-Vorlesung an diesem Tag durfte ich dann stellvertretend für die EUFH-Logistikriege allein die Stellung halten: Robert machte sich auf dem Weg zum Flughafen zu einem Heimatbesuch in Köln, Hendrik und Alex hatten die Aufgabe, Stefans Überraschungsbesuch (Freundin und Schwester) in der Stadt zu empfangen und Stefan selbst wollte wohl einfach nur der Erklärungsnot für sein morgentliches Fehlen aus dem Weg gehen. Naja, ich werde mir die "folgenlosen Fehlzeiten" für Tage aufheben, an denen das Wetter ein bisschen zuverlässiger ist, als diese Woche.
Abends ging es dann wieder ins Städtchen, der über beide Ohren mit einem Dauergrinsen ausgestattete Stefan, der sich sichtlich über seinen unerwarteten Besuch freute, voran.
Die am Vorabend ausgehandelten "Happy Hour all Night long"-Gutscheine für die "13" führten uns wiederum in die bereits bekannte Cocktailbar und wir verbrachten einen lustigen Geburtstagsabend.
Irgendwann kam dann aber doch die Müdigkeit durch; leider hatten wir mit dem unerwartet vom Himmel stürzenden Weltuntergangsregenschauer weniger gerechnet und der Heimweg wurde alles andere als gemütlich.
Anmerken will ich aber noch, dass ich heute Abend mit sehr charmanten Aufmerksamkeiten bedacht wurde - Stefan ließ es sich nicht nehmen, an seinem Geburtstag den fast gar nicht aufdringlichen Rosenverkäufer ohne Umsatz wieder wegzuschicken und Hendrik hatte vor der Taxifahrt zu Sagrada Familia der anderen so viel Mitleid mit der armen Wiebke, dass er mir vom fliegenden Händler einen astreinen (schon beim 2. Versuch fast vollständig aufzuspannenden) Regenschirm kaufte :-)
Langsam fang ich an, die A-Gruppe richtig sympatisch zu finden ;-)
Freu dich - auch mañana ne me puedo levantar!
Champagneria
Mittwoch, 16.09.:
Der erwähnenswerte Teil dieses Tages begann eigentlich erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit, nämlich als es an die Abendgestaltung ging.
Zusammen mit den EUFH-Jungs wollte ich der berühmten Champagneria in Barcelona einen Besuch abstatten. Diese Kultkneipe birgt die Besonderheit, dass ausschließlich Cava als Getränk serviert wird. Laut Erzählungen und Internetrechercheergebnissen bestellt man dort etwas zu essen und erhält dazu dann gratis eine Flasche des süffigen Schaumweins. Das klang doch ganz nach unserem Geschmack und um halb acht fand ich mich wie verabredet in der Straße am Hafen ein, um dieses Erlebnis live zu erleben. Die Schlange der Leute, die Zutritt zu dem winzigen Gastraum erbaten, reihte sich bis auf die Straße und der Lärm der ausgelassenen Gesellschaft, die nach immer mehr "Champagner" verlangte, versprach ein tolles Erlebnis in entspannter und doch gleichermaßen schnelllebiger Atmosphäre. Das visuelle Ambiente konnte ich doch von der Straße aus lediglich erahnen.
Naja, die Herren ließen dann aber noch ein Weilchen auf sich warten, da Robert gleich am ersten Tag seiner Bicing-Zugehörigkeit Probleme mit dem Fahrradverleih hatte und seine ersten Versuche ein Telefongespräch mit der Service-Hotline auf Catalán zu führen dann doch ein wenig Zeit in Anspruch nahmen.
Als dann aber alles mehr oder weniger geregelt war, verhalf mir die männliche Gesellschaft zum Zutritt in die sich um die Theke drängelnde Menge. Im Innenraum der Champagneria hingen Schinken von der Decke, es duftete nach gebratenen Köstlichkeiten und Wein, das internationale Publikum spiegelte das multikulturelle Erlebnis "Barcelona" mehr als angemessen wider und die Kellner beeindruckten mit ihrer unglaublichen Auffassungsgabe. In der für ca. 50 Personen ausgelegten Bar (ohne Sitzgelegenheit) befanden sich mit Sicherheit über hundert Menschen, die ihre Bestellungen über Zurufen und Winken aufzugeben versuchten. So taten auch wir das und bekamen zu unserer positiven Überraschung blitzschnell das, wonach wir verlangt hatten - noch bevor wir eigentlich sicher gewesen waren, dass uns überhaupt jemand gehört hatte.
Die Flasche Cava wurde leider nicht serviert, da diese Bewirtungsart nur am Nachmittag verfügbar ist. Stattdessen bekamen wir dann stilecht in Champagnergläsern das 80 Cent teure - aber wesentlich wertvollere ;-) - alkoholische Getränk über den Tresen geschoben, an den wir uns weiß Gott wie vorgearbeitet hatten. Schnell kam man mit anderen Gästen ins Gespräch, bestellte erneut vom süffigen Wein und mehr von den leckeren Tapas, die überraschend günstig und überaus schmackhaft unsere Mägen füllten.
Nach dem 3. Glas (die anderen waren bei 6 oder 7 glaub ich) merkte ich dann, wie der edle Tropfen seine Wirkung bei mir entfaltete und ich immer "lustiger" wurde ;-)
Wir beschlossen, den Abend an anderer Stelle fortzusetzen und verließen - mit dem Beschluss bald wiederzukommen und nebenbei die Geschäftsidee für unsere eigene Champagneria in Köln zu klauen und damit reich zu werden - die Kultstätte in Barceloneta.
Weiter ging es in die Cocktailbar "Trece", die wir bereits vorher schonmal besucht hatten. Mittwoch abends vor Mitternacht sollte es nicht verwunderlich sein, dass wir die einzigen Gäste in der urigen Bar im Barrí Gótic waren. Umso leichter kamen wir ins ausgelassene Pläuschchen mit den Latinobrüdern Richard und Antóni hinterm Tresen. Nach dem ersten akoholfreien Cocktail und einem Mineralwasser für mich, fühlte ich mich dann wieder für andere Dinge, wie zum Beispiel einen köstlichen Mojito und White Russian gewappnet. Und gleich fielen unseren Zungen die auf spanisch geführten Unterhaltungen wesentlich leichter.
So gegen halb 12 fingen die Brüder dann an - Stefan zu Ehren - kleine Schnäpse an die plauderfreudigen Deutschen zu verschenken. Auch, wenn der Sinn des "Reinfeierns" unserer Meinung nach dadurch ein bisschen verfehlt wurde, lag es uns natürlich fern, darüber zu klagen, zumal die Zuwendungen auf Freigetränkbasis nach Mitternacht und unserem spanischen Geburtstagsständchen für Stefan nicht weniger wurden.
Zu verhältnismäßig später Stunde fand ich dann aber doch noch den Weg zurück in mein Bettchen und hatte unter dem heute Abend neu erlernten Projektnamen "normal Abdichten" einen prima Abend gehabt :-)
Freu dich Stefan, cumpleaños a ti!!!
Der erwähnenswerte Teil dieses Tages begann eigentlich erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit, nämlich als es an die Abendgestaltung ging.
Zusammen mit den EUFH-Jungs wollte ich der berühmten Champagneria in Barcelona einen Besuch abstatten. Diese Kultkneipe birgt die Besonderheit, dass ausschließlich Cava als Getränk serviert wird. Laut Erzählungen und Internetrechercheergebnissen bestellt man dort etwas zu essen und erhält dazu dann gratis eine Flasche des süffigen Schaumweins. Das klang doch ganz nach unserem Geschmack und um halb acht fand ich mich wie verabredet in der Straße am Hafen ein, um dieses Erlebnis live zu erleben. Die Schlange der Leute, die Zutritt zu dem winzigen Gastraum erbaten, reihte sich bis auf die Straße und der Lärm der ausgelassenen Gesellschaft, die nach immer mehr "Champagner" verlangte, versprach ein tolles Erlebnis in entspannter und doch gleichermaßen schnelllebiger Atmosphäre. Das visuelle Ambiente konnte ich doch von der Straße aus lediglich erahnen.
Naja, die Herren ließen dann aber noch ein Weilchen auf sich warten, da Robert gleich am ersten Tag seiner Bicing-Zugehörigkeit Probleme mit dem Fahrradverleih hatte und seine ersten Versuche ein Telefongespräch mit der Service-Hotline auf Catalán zu führen dann doch ein wenig Zeit in Anspruch nahmen.
Als dann aber alles mehr oder weniger geregelt war, verhalf mir die männliche Gesellschaft zum Zutritt in die sich um die Theke drängelnde Menge. Im Innenraum der Champagneria hingen Schinken von der Decke, es duftete nach gebratenen Köstlichkeiten und Wein, das internationale Publikum spiegelte das multikulturelle Erlebnis "Barcelona" mehr als angemessen wider und die Kellner beeindruckten mit ihrer unglaublichen Auffassungsgabe. In der für ca. 50 Personen ausgelegten Bar (ohne Sitzgelegenheit) befanden sich mit Sicherheit über hundert Menschen, die ihre Bestellungen über Zurufen und Winken aufzugeben versuchten. So taten auch wir das und bekamen zu unserer positiven Überraschung blitzschnell das, wonach wir verlangt hatten - noch bevor wir eigentlich sicher gewesen waren, dass uns überhaupt jemand gehört hatte.
Die Flasche Cava wurde leider nicht serviert, da diese Bewirtungsart nur am Nachmittag verfügbar ist. Stattdessen bekamen wir dann stilecht in Champagnergläsern das 80 Cent teure - aber wesentlich wertvollere ;-) - alkoholische Getränk über den Tresen geschoben, an den wir uns weiß Gott wie vorgearbeitet hatten. Schnell kam man mit anderen Gästen ins Gespräch, bestellte erneut vom süffigen Wein und mehr von den leckeren Tapas, die überraschend günstig und überaus schmackhaft unsere Mägen füllten.
Nach dem 3. Glas (die anderen waren bei 6 oder 7 glaub ich) merkte ich dann, wie der edle Tropfen seine Wirkung bei mir entfaltete und ich immer "lustiger" wurde ;-)
Wir beschlossen, den Abend an anderer Stelle fortzusetzen und verließen - mit dem Beschluss bald wiederzukommen und nebenbei die Geschäftsidee für unsere eigene Champagneria in Köln zu klauen und damit reich zu werden - die Kultstätte in Barceloneta.
Weiter ging es in die Cocktailbar "Trece", die wir bereits vorher schonmal besucht hatten. Mittwoch abends vor Mitternacht sollte es nicht verwunderlich sein, dass wir die einzigen Gäste in der urigen Bar im Barrí Gótic waren. Umso leichter kamen wir ins ausgelassene Pläuschchen mit den Latinobrüdern Richard und Antóni hinterm Tresen. Nach dem ersten akoholfreien Cocktail und einem Mineralwasser für mich, fühlte ich mich dann wieder für andere Dinge, wie zum Beispiel einen köstlichen Mojito und White Russian gewappnet. Und gleich fielen unseren Zungen die auf spanisch geführten Unterhaltungen wesentlich leichter.
So gegen halb 12 fingen die Brüder dann an - Stefan zu Ehren - kleine Schnäpse an die plauderfreudigen Deutschen zu verschenken. Auch, wenn der Sinn des "Reinfeierns" unserer Meinung nach dadurch ein bisschen verfehlt wurde, lag es uns natürlich fern, darüber zu klagen, zumal die Zuwendungen auf Freigetränkbasis nach Mitternacht und unserem spanischen Geburtstagsständchen für Stefan nicht weniger wurden.
Zu verhältnismäßig später Stunde fand ich dann aber doch noch den Weg zurück in mein Bettchen und hatte unter dem heute Abend neu erlernten Projektnamen "normal Abdichten" einen prima Abend gehabt :-)
Freu dich Stefan, cumpleaños a ti!!!
Donnerstag, 17. September 2009
El Raval
Dienstag, 15.09.:
-
EL RAVAL.
Este barrio, donde vivo durante este semestre, está al oeste de las Ramblas y según nuestra profesora es el barrió de “las putas y de los drogadictos”. Pero no es todo.
Se trata de un lugar interesante y apasionante, pero también tiene un lado oscuro y sórdido. En realidad, el Raval no es el lugar más limpio y seguro de Barcelona, pero tiene un carácter y una peculiaridad que créen un ambiente irresistible.
El Raval forma parte de la segunda etapa de desarrollo de la Barcelona histórica. La parte sur del Raval, cerca del puerto, es conocida como la “zona roja” de la ciudad.
Es verdad, qué el sector de sud nomé “el Xino” es determinado par una energia en gran parte criminal.
Allá se pueden encontrar la prostitución y bandas en gran número.
No obstante, en 1988, el gobierno lanzó un gran proyecto de rehabilitación urbana e invirtió mucho dinero en limpiar la zona, pasando a ser más moderna y segura.
Así y todo, todavía existen lugares inseguros en el Raval, especialmente a la noche.
Entonces, ¿qué es lo atractivo del Raval? El Raval atrae porque se trata de un área histórica, auténtica, llena de vida y con una personalidad plena. Es un barrio activo y multicultural que ofrece una amplia variedad de tentadores cafés, restaurantes y bares. El lugar además se hizo famoso porque alberga muchos estudios de arte, galerías y librerías modernas, además del imponente MACBA (museo de arte contemporáneo) y el CCCB (centro de exhibiciones).
Salir de compras en el Raval es un placer gracias a las excepcionales boutiques que cubren las calles y que brindan una experiencia de compra inolvidable. A diferencia del Eixample, con sus conocidas marcas de diseñadores, en el Raval se puede descubrir esas tienditas exclusivas que venden prendas que no se encuentran en ningún otro lugar.
Vivir en el Barrio del Raval además significa estar entre dos de los mercados de comida más famosos de Barcelona, La Boqueria de Las Ramblas y Mercat Sant Antoni. Estos dos lugares valen la pena visitar para abastecerse de frutas frescas para comer durante el día o para probar un delicioso Jamón Serrano.
En cuanto a la ubicación, el Raval brinda fácil acceso a muchas de las principales atracciones de la ciudad. No obstante, el área puede ser algo ruidosa.
Me encanta el Raval, pero entiendo que no es del agrado de todos. Se trata de un lugar real. No es limpio ni bello, ni es el barrio más seguro de la ciudad, pero tiene tanta personalidad y carácter que sería un crimen no visitarlo.
-
Zwar mehr abgelesen als (wie gefordert) frei vorgetragen, konnte ich nicht nur meine Kursteilnehmer (zu denen mittlerweile auch Alex und Hendrik gehören, nachdem sie natürlich berechtigterweise vom "Fast-Fortgeschrittenen-Kurs" wieder herunter gestuft werden mussten :-D) mit meinem astreinen Vortrag beglücken; zu meiner Überraschung war auch Antonia - die Dozentin - regelrecht aus dem Häuschen.
So lob ich mir das doch!
Freudig über meine gelungen initiierte Debatte über die Viertel, in denen wir wohnen, verbrachte ich eigentlich den restlichen Vorlesungstag mit zurücklehnen.
Das Wetter erhellte sich und auf meiner Heimwegfahrradtour (die ich übrigens mittlerweile schon auf 22 Minuten Fahrzeit reduzieren konnte) fielen mir die sich in den Bäumen am Wegesrand angesiedelten grünen Papageien auf, die mich an einige wundervolle Abende auf meinem Balkon in Köln denken lassen mussten, bei denen der Anblick ganz ähnlich gewesen war. Schön, wenn man so ein heimisches Gefühl hat!
Dann wurde nochmal das Gespräch mit dem Gemüsehändler gesucht und die neu gewonnene Freizeit damit verbracht, den in den letzten Tagen liegengebliebenen Kontakt zu den Daheimgebliebenen wieder aufzunehmen.
Wiebke, du hast den ersten Pseudostress überstanden - FREU DICH!
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EL RAVAL.
Este barrio, donde vivo durante este semestre, está al oeste de las Ramblas y según nuestra profesora es el barrió de “las putas y de los drogadictos”. Pero no es todo.
Se trata de un lugar interesante y apasionante, pero también tiene un lado oscuro y sórdido. En realidad, el Raval no es el lugar más limpio y seguro de Barcelona, pero tiene un carácter y una peculiaridad que créen un ambiente irresistible.
El Raval forma parte de la segunda etapa de desarrollo de la Barcelona histórica. La parte sur del Raval, cerca del puerto, es conocida como la “zona roja” de la ciudad.
Es verdad, qué el sector de sud nomé “el Xino” es determinado par una energia en gran parte criminal.
Allá se pueden encontrar la prostitución y bandas en gran número.
No obstante, en 1988, el gobierno lanzó un gran proyecto de rehabilitación urbana e invirtió mucho dinero en limpiar la zona, pasando a ser más moderna y segura.
Así y todo, todavía existen lugares inseguros en el Raval, especialmente a la noche.
Entonces, ¿qué es lo atractivo del Raval? El Raval atrae porque se trata de un área histórica, auténtica, llena de vida y con una personalidad plena. Es un barrio activo y multicultural que ofrece una amplia variedad de tentadores cafés, restaurantes y bares. El lugar además se hizo famoso porque alberga muchos estudios de arte, galerías y librerías modernas, además del imponente MACBA (museo de arte contemporáneo) y el CCCB (centro de exhibiciones).
Salir de compras en el Raval es un placer gracias a las excepcionales boutiques que cubren las calles y que brindan una experiencia de compra inolvidable. A diferencia del Eixample, con sus conocidas marcas de diseñadores, en el Raval se puede descubrir esas tienditas exclusivas que venden prendas que no se encuentran en ningún otro lugar.
Vivir en el Barrio del Raval además significa estar entre dos de los mercados de comida más famosos de Barcelona, La Boqueria de Las Ramblas y Mercat Sant Antoni. Estos dos lugares valen la pena visitar para abastecerse de frutas frescas para comer durante el día o para probar un delicioso Jamón Serrano.
En cuanto a la ubicación, el Raval brinda fácil acceso a muchas de las principales atracciones de la ciudad. No obstante, el área puede ser algo ruidosa.
Me encanta el Raval, pero entiendo que no es del agrado de todos. Se trata de un lugar real. No es limpio ni bello, ni es el barrio más seguro de la ciudad, pero tiene tanta personalidad y carácter que sería un crimen no visitarlo.
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Zwar mehr abgelesen als (wie gefordert) frei vorgetragen, konnte ich nicht nur meine Kursteilnehmer (zu denen mittlerweile auch Alex und Hendrik gehören, nachdem sie natürlich berechtigterweise vom "Fast-Fortgeschrittenen-Kurs" wieder herunter gestuft werden mussten :-D) mit meinem astreinen Vortrag beglücken; zu meiner Überraschung war auch Antonia - die Dozentin - regelrecht aus dem Häuschen.
So lob ich mir das doch!
Freudig über meine gelungen initiierte Debatte über die Viertel, in denen wir wohnen, verbrachte ich eigentlich den restlichen Vorlesungstag mit zurücklehnen.
Das Wetter erhellte sich und auf meiner Heimwegfahrradtour (die ich übrigens mittlerweile schon auf 22 Minuten Fahrzeit reduzieren konnte) fielen mir die sich in den Bäumen am Wegesrand angesiedelten grünen Papageien auf, die mich an einige wundervolle Abende auf meinem Balkon in Köln denken lassen mussten, bei denen der Anblick ganz ähnlich gewesen war. Schön, wenn man so ein heimisches Gefühl hat!
Dann wurde nochmal das Gespräch mit dem Gemüsehändler gesucht und die neu gewonnene Freizeit damit verbracht, den in den letzten Tagen liegengebliebenen Kontakt zu den Daheimgebliebenen wieder aufzunehmen.
Wiebke, du hast den ersten Pseudostress überstanden - FREU DICH!
Mittwoch, 16. September 2009
Donner und Blitz
Montag, 14.09.:
Der nächste UNI-Tag begann weniger freundlich als die bisherigen. Kein toller Sonnenaufgang (den ich am heutigen Tag zwar eh verschlafen hätte, aber trotzdem), kein Kaffee am Bett, stattdessen eine dichte Wolkendecke und noch immer der Geruch nach Insektenvernichter in der Wohnung.
Optimistisch beschloss ich dennoch, gut gelaunt und in Flipflops die Sonne beschwörend den Weg zum Campus anzutreten. Mein froher Mut sollte mit einer mein Gemüt aufs Höchste anregenden Busfahrt belohnt werden. Denn nach heute nur 10 Minuten Wartezeit kam mein Bus und kein geringerer als Bernd Stromberg saß am Steuer des Fahrzeugs. Zwar hatte ich es eindeutig mit einem spanischen Berufsfahrer zu tun, jedoch war die äußere Erscheinung dem Ressortleiter der Schadensregulierung ebenso wie sein Gebaren wie aus dem Leib geschnitten. Grinsend und in mich hinein lachend hatte ich eine sehr amüsante Busfahrt. Den Mut ihn nach einem gemeinsamen Foto zu fragen, fand ich dann aber nicht.
Naja, war wahrscheinlich ohnehin nur für mich selbst zum Wegschmeißen komisch.
In der UNI war der Tag dann von Vorlesungen bestimmt, die ebenfalls auf ihre spezielle Art und Weise - durch Ghettoslang des Dozenten oder Gruppenarbeiten, bei denen meine Beiträge ungefragt als "Blödelbeiträge" ignoriert wurden - in meinem Gedächtnis bleiben werden, lediglich unterbrochen, von den Himmel verdunkelnden Gewitterwolken und ohrenbetäubenden Donnerschlägen.
Seinen Höhepunkt fand die Wetter(miss)lage dann in einem Blitz-, Donner- und Regenkonzert just in dem Moment, in dem ich "für gewöhnlich" zu Rad den Heimweg anzutreten pflege. Mit durchnnässten Füßen beschloss ich kurzerhand mir heute auch die Heimfahrt mit dem Bus zu gönnen und beglückwünschte mich auf der Fahrt dazu, dass mein Optimismus bei der Wahl des Schuhwerks am Morgen nicht so weit gereicht hatte, dass ich auch das Fenster mit der darunter befindlichen Steckdosenleiste offen gelassen hatte. Vorsicht ist besser als Nachsicht ;-)
Zurück im Raval machte ich mir bei Uselwetter ein muckeliges Kakao&Kekse-Tablett und kümmerte mich um die Ausarbeitung meiner bevorstehenden Spanischpräsentation über eben diesen, meinen Stadtteil.
Freu dich, nun wird es spanisch - in Spanien :-D
Der nächste UNI-Tag begann weniger freundlich als die bisherigen. Kein toller Sonnenaufgang (den ich am heutigen Tag zwar eh verschlafen hätte, aber trotzdem), kein Kaffee am Bett, stattdessen eine dichte Wolkendecke und noch immer der Geruch nach Insektenvernichter in der Wohnung.
Optimistisch beschloss ich dennoch, gut gelaunt und in Flipflops die Sonne beschwörend den Weg zum Campus anzutreten. Mein froher Mut sollte mit einer mein Gemüt aufs Höchste anregenden Busfahrt belohnt werden. Denn nach heute nur 10 Minuten Wartezeit kam mein Bus und kein geringerer als Bernd Stromberg saß am Steuer des Fahrzeugs. Zwar hatte ich es eindeutig mit einem spanischen Berufsfahrer zu tun, jedoch war die äußere Erscheinung dem Ressortleiter der Schadensregulierung ebenso wie sein Gebaren wie aus dem Leib geschnitten. Grinsend und in mich hinein lachend hatte ich eine sehr amüsante Busfahrt. Den Mut ihn nach einem gemeinsamen Foto zu fragen, fand ich dann aber nicht.
Naja, war wahrscheinlich ohnehin nur für mich selbst zum Wegschmeißen komisch.
In der UNI war der Tag dann von Vorlesungen bestimmt, die ebenfalls auf ihre spezielle Art und Weise - durch Ghettoslang des Dozenten oder Gruppenarbeiten, bei denen meine Beiträge ungefragt als "Blödelbeiträge" ignoriert wurden - in meinem Gedächtnis bleiben werden, lediglich unterbrochen, von den Himmel verdunkelnden Gewitterwolken und ohrenbetäubenden Donnerschlägen.
Seinen Höhepunkt fand die Wetter(miss)lage dann in einem Blitz-, Donner- und Regenkonzert just in dem Moment, in dem ich "für gewöhnlich" zu Rad den Heimweg anzutreten pflege. Mit durchnnässten Füßen beschloss ich kurzerhand mir heute auch die Heimfahrt mit dem Bus zu gönnen und beglückwünschte mich auf der Fahrt dazu, dass mein Optimismus bei der Wahl des Schuhwerks am Morgen nicht so weit gereicht hatte, dass ich auch das Fenster mit der darunter befindlichen Steckdosenleiste offen gelassen hatte. Vorsicht ist besser als Nachsicht ;-)
Zurück im Raval machte ich mir bei Uselwetter ein muckeliges Kakao&Kekse-Tablett und kümmerte mich um die Ausarbeitung meiner bevorstehenden Spanischpräsentation über eben diesen, meinen Stadtteil.
Freu dich, nun wird es spanisch - in Spanien :-D
Dienstag, 15. September 2009
Sonntags speist man aushäusig
Sonntag, 13.09.:
Es geht los, schon ist nicht mehr jeder Tag hier mit Highlights gespickt!
Eine kleine Joggingeinlage, Bicing-Ausflug durchs Städtchen, erneute Ausräucherungs-und Putzprojekte in der WG (doppelt hält besser) - und schon ist der Tag vorbei...FAST jedenfalls.
Denn zwei Höhepunkte hielt der Sonntag, der ungemütlicherweise schon mit mehr als einer einzelnen Wolke am Himmel aufwartete, noch für mich bereit!
Nummer eins: Ein Gespräch - und diesmal war ich mir sicher, dass ich es so nennen konnte - mit "meinem" Gemüsehändler, der mich heute fragte, wie es kommt, dass ich so regelmäßig mein Obst bei ihm kaufe! Nachdem ich mühselig in Worte gefasst hatte, dass ich ins Haus nebenan gezogen bin, konnten wir uns sogar darüber austauschen, dass Umsätze, die bei mir immer zwischen 16 und 92 Cent liegen, eigentlich eher ungewöhnlich sind, aber in Anbetracht eines unter vier Personen aufzuteilenden Kühlschranks und der sich anbietenden Option, seine Lebensmittel täglich frisch zu erwerben, durchaus ihre Berechtigung finden. Hach, unter der Last des mich überkommenden Stolzes hätte ich glatt zusammenbrechen können :-)
Nachdem der Gute sich dann aber ein bisschen veralbert vorgekommen sein muss, nachdem ich auf die Frage nach meinem Namen mit einem für ihn offenbar unüberwindbaren Zungenbrecher antwortete und auch nach dem vierten Versuch nicht mehr als ein komischer "Bibka!?"-Kauderwelsch von ihm zu vernehmen war, beschloss ich die Forführung dieser Unterhaltung vorerst zu vertagen und mich zum nächsten Höhepunkt des Sonntags aufzumachen.
Die Einladung in der Sagrada-WG zu dinieren, verlangte nämlich nach dem nächsten Bicing-Ausflug Richtung Norden der Stadt.
Stefan fühlte sich zur Zubereitung eines Festmahls berufen und mir wurde die Ehre zuteil, einem (durch die Messerprobe bestätigten) hauchzarten Pollo mit marinierten Kartoffeln und Kräuterfond eine neue Heimat in meinem Magen zu geben. Großartig, mein Dank geht an Jamie Oliver (geistige Feder), Franky (ausführender Koch), das Huhn (ebenfalls elementar beteiligt) und den Rest der Bewohner, die meine Gesellschaft an diesem Abend genossen haben (oder lediglich geduldet? Man weiß es nicht, böse Zungen behaupten, ich hätte ein bisschen viel zu nörgeln...:-D).
Diese Dankbarkeit konnte ich in der sachgerechten Zerlegung der Reste in wiederverzehrbare (gibt es das Wort?) Portionen (gut, dass immer eine Bastelschere parat ist, wenn man sie braucht) und der Anwendung der in den letzten Wochen ausgefeilten Reinigungsfertigkeiten der Küche verdeutlichen.
Abschließend wurde ich Zeuge einer "Age-of-Empire"-Battle-Abendgestaltung von Stefan und Robert, die aufgrund der Unmöglichkeit einer friedlichen Konfliktlösung nicht zu meinen Favoriten avancieren wird, und schwang mich nach einer (Selbst)Einladung zum nächsten Sonntagsessen wohlgenährt wieder aufs Rad nach Haus.
Freu dich Wiebke, man bekocht dich kaiserlich - auch in Spanien :-)
Es geht los, schon ist nicht mehr jeder Tag hier mit Highlights gespickt!
Eine kleine Joggingeinlage, Bicing-Ausflug durchs Städtchen, erneute Ausräucherungs-und Putzprojekte in der WG (doppelt hält besser) - und schon ist der Tag vorbei...FAST jedenfalls.
Denn zwei Höhepunkte hielt der Sonntag, der ungemütlicherweise schon mit mehr als einer einzelnen Wolke am Himmel aufwartete, noch für mich bereit!
Nummer eins: Ein Gespräch - und diesmal war ich mir sicher, dass ich es so nennen konnte - mit "meinem" Gemüsehändler, der mich heute fragte, wie es kommt, dass ich so regelmäßig mein Obst bei ihm kaufe! Nachdem ich mühselig in Worte gefasst hatte, dass ich ins Haus nebenan gezogen bin, konnten wir uns sogar darüber austauschen, dass Umsätze, die bei mir immer zwischen 16 und 92 Cent liegen, eigentlich eher ungewöhnlich sind, aber in Anbetracht eines unter vier Personen aufzuteilenden Kühlschranks und der sich anbietenden Option, seine Lebensmittel täglich frisch zu erwerben, durchaus ihre Berechtigung finden. Hach, unter der Last des mich überkommenden Stolzes hätte ich glatt zusammenbrechen können :-)
Nachdem der Gute sich dann aber ein bisschen veralbert vorgekommen sein muss, nachdem ich auf die Frage nach meinem Namen mit einem für ihn offenbar unüberwindbaren Zungenbrecher antwortete und auch nach dem vierten Versuch nicht mehr als ein komischer "Bibka!?"-Kauderwelsch von ihm zu vernehmen war, beschloss ich die Forführung dieser Unterhaltung vorerst zu vertagen und mich zum nächsten Höhepunkt des Sonntags aufzumachen.
Die Einladung in der Sagrada-WG zu dinieren, verlangte nämlich nach dem nächsten Bicing-Ausflug Richtung Norden der Stadt.
Stefan fühlte sich zur Zubereitung eines Festmahls berufen und mir wurde die Ehre zuteil, einem (durch die Messerprobe bestätigten) hauchzarten Pollo mit marinierten Kartoffeln und Kräuterfond eine neue Heimat in meinem Magen zu geben. Großartig, mein Dank geht an Jamie Oliver (geistige Feder), Franky (ausführender Koch), das Huhn (ebenfalls elementar beteiligt) und den Rest der Bewohner, die meine Gesellschaft an diesem Abend genossen haben (oder lediglich geduldet? Man weiß es nicht, böse Zungen behaupten, ich hätte ein bisschen viel zu nörgeln...:-D).
Diese Dankbarkeit konnte ich in der sachgerechten Zerlegung der Reste in wiederverzehrbare (gibt es das Wort?) Portionen (gut, dass immer eine Bastelschere parat ist, wenn man sie braucht) und der Anwendung der in den letzten Wochen ausgefeilten Reinigungsfertigkeiten der Küche verdeutlichen.
Abschließend wurde ich Zeuge einer "Age-of-Empire"-Battle-Abendgestaltung von Stefan und Robert, die aufgrund der Unmöglichkeit einer friedlichen Konfliktlösung nicht zu meinen Favoriten avancieren wird, und schwang mich nach einer (Selbst)Einladung zum nächsten Sonntagsessen wohlgenährt wieder aufs Rad nach Haus.
Freu dich Wiebke, man bekocht dich kaiserlich - auch in Spanien :-)
MACBA
Samstag, 12.09.:
Mit einer, von der heute außerordentlich netten Mitbewohnerin ans Bett gebrachen und somit gleich doppelt so lecker schmeckenden Tasse frisch gebrühtem Kaffee (@ Wissende: offenbar war Flamme auf dem Gasherd übrig ;-)) begann ein sonniger Samstag in meinem Barcelona-Leben.
Freudig setzte ich mich an den PC, um meinen bisher gänzlich ungeplanten Tag mit ein bisschen Leben zu füllen. Nach Studium des Wetterberichts verfestigte sich mein Gedanke, den Tag nicht in der Wohnung zu verbringen, denn für die folgenden Tage schoben sich böse Wolken und Regentropfen in die niedliche Animation.
Willens, weitere Seiten meiner Stadt kennenzulernen beschloss ich, es dem 0-8-15-Spanier gleichzutun und einfach mal ein bisschen umher zu flanieren.
Diesmal sollte mein Veedel ein wenig näher unter die Lupe genommen werden. Die Mischung aus multikultureller Immigranten-Mixtur und im Zuge der Stadtentwicklung jugendstilartiger Neubauarchitekturen war mir bisher noch nicht begegnet und aufmerksam begutachtete ich die mit Wellblech überdachten Balkone, von denen das ein oder andere Wäschestück hinab hing und daneben (in einigen Ländern sicherlich illegale) Pflanzen florierten auf der einen Staßenseite und alpinaweiß verputzte, kantige, abgerundete oder auf andere Weise kunstvoll modellierte Galeriegebäude auf der anderen Straßenseite.
Ein kurzer Marsch zur Rambla, auf der ja immer etwas los ist, und die Feststellung, dass der dort stattfindende Geflügelmarkt mit dem lauten Geschrei der in die winzigen Käfige eingesperrten Tiere nicht so mein Fall ist, kam ich schließlich zur Plaça dels Àngels. Das MACBA - nein es handelt sich hier nicht um eine regionale McDonald's-Campagne, vielmehr um das Museu d'Art Contemporani de Barcelona - zierte den Rand des großen Platzes und verlieh ihm einen modernen edlen Charakter. Auf dem Platz selbst jedoch war von steriler Museumsatmosphäre keine Spur, denn dutzende von Skatern, BMXern und Rollschuhfahrern nutzten den Platz für die Zurschaustellung oder Einübung ihrer Kunststücke. Auf einem Mäuerchen ließ ich mich nieder und wurde von meiner Handykamera unterstützt Zeuge dieses für mich bis heute eigentlich weniger interessanten Spektakels und musste meine Meinung rewidieren. Denn offenbar war ich von den Aufführungen der Skater-Riege so angetan, dass, ohne dass ich es bemerkt hatte, Stunden vergangen waren.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit wieder in meiner Wohnung musste ich resümieren, dass sich meine Gene offenbar doch langsam durchsetzen und ich es Mutti-und-Vati-like tatsächlich geschafft hatte, einen kompletten Tag lang nichts zu tun außer Leute zu beobachten und auch noch Freude daran zu entwickeln (sry liebe Ellis, ist nicht so spitzfindig gemeint, wie es rüber kommt - oder doch? ;-))...
Freu dich, denn Freude ist prima - egal in welchem Land!
Mit einer, von der heute außerordentlich netten Mitbewohnerin ans Bett gebrachen und somit gleich doppelt so lecker schmeckenden Tasse frisch gebrühtem Kaffee (@ Wissende: offenbar war Flamme auf dem Gasherd übrig ;-)) begann ein sonniger Samstag in meinem Barcelona-Leben.
Freudig setzte ich mich an den PC, um meinen bisher gänzlich ungeplanten Tag mit ein bisschen Leben zu füllen. Nach Studium des Wetterberichts verfestigte sich mein Gedanke, den Tag nicht in der Wohnung zu verbringen, denn für die folgenden Tage schoben sich böse Wolken und Regentropfen in die niedliche Animation.
Willens, weitere Seiten meiner Stadt kennenzulernen beschloss ich, es dem 0-8-15-Spanier gleichzutun und einfach mal ein bisschen umher zu flanieren.
Diesmal sollte mein Veedel ein wenig näher unter die Lupe genommen werden. Die Mischung aus multikultureller Immigranten-Mixtur und im Zuge der Stadtentwicklung jugendstilartiger Neubauarchitekturen war mir bisher noch nicht begegnet und aufmerksam begutachtete ich die mit Wellblech überdachten Balkone, von denen das ein oder andere Wäschestück hinab hing und daneben (in einigen Ländern sicherlich illegale) Pflanzen florierten auf der einen Staßenseite und alpinaweiß verputzte, kantige, abgerundete oder auf andere Weise kunstvoll modellierte Galeriegebäude auf der anderen Straßenseite.
Freu dich, denn Freude ist prima - egal in welchem Land!
Freitag, 11. September 2009
"La Cucaracha"
Freitag, 11.09.:
Ein wütender Schrei aus dem Badezimmer riss mich heute aus meinen Träumen:
Obwohl dies hier ein sehr reinlicher Haushalt ist, mussten wir (das heißt Shelly) heute uneingeladene Besucher bei uns begrüßen.
Gleich sieben Küchenschaben hatten sich - quasi über Nacht - als ihr neues Quartier unser Badezimmer ausgesucht!
Dass dies - genau zwei Wochen, nachdem ich den Putzdienst für diese Räumlichkeit übernommen hatte- nichts mit mir zu tun hatte, ließ ich mir sofort von Shelly bestätigen und konnte mit der Aussage, dass dies einfach die Jahreszeit für Cucarachas wäre, beruhigt werden. Unseren unerwünschten Besuch wurden wir mit dieser Feststellung aber leider noch nicht los...
Gut, dass heute katalonischer Nationalfeiertag ist und somit abgesehen von der Insektenbekämpfung keine weiteren Verpflichtungen anstanden.
Die Herren der Schöpfung mehr oder weniger spontan gerade in Deutschland und Italien auf "Heimaturlaub" (was Shelly übrigens auf die wundervolle Idee des "Naked Friday" brachte, welch Gedanke mich genauso wie der an den "Tibideybo" Joey unheimlich vermissen lässt!) konnten uns bei der Eliminierung leider nicht zur Hand gehen . Und so verbrachten also Shelly und ich den heutigen Tag damit, das Badezimmer (und vorsorglich die Küche gleich mit), regelrecht auszuräuchern. Zwar waren heute sämtliche Supermärkte geschlossen, doch Reinlichkeitsfanatisch wie wir hier nunmal sind (und wieder: das heißt Shelly :-D), waren gleich 7 verschiedene hochgiftige Mittel zur "Kammerjagd" in der Wohnung parat!
Mit dem nötigen Humor machten wir uns also ans Werk und zeigten was hier mit denjenigen passiert, die sich ohne Miete zu bezahlen hier einnisten...Nachdem wir uns -trotz ersichtlicher Vorsorgemaßnahmen- durch die Dämpfe fast mit um die Ecke gebracht hätten und die komplette Wohnung auch des Sauerstoffs beraubt war, beschloss ich den restlichen Tag lieber bei bestem Sonnenschein auf der Terasse zu verbringen. Strandwetter wäre auch gewesen, aber ich bevorzuge noch immer ein eher schattiges Plätzchen, um meiner Haut noch ein wenig Gutes zu tun.
By the Way: Nivea After Sun ist für den Eimer, ich häute mich mittlerweile wie eine Schlange :-(
So prima es insgesamt auch erscheinen mag, wie umfangreich sich mein Erfahrungsschatz innerhalb des spanischen Lebens entwickelt, hätte ich auf die Kakerlaken-Geschichte gut und gerne verzichten können!
So wurde mein wöchentlicher Putzdienst jedoch auf heute vorverlegt und mir somit schonmal ein freier Sonntag in Aussicht gestellt.
Freu dich Wiebke - du kannst sogar Insektenplagen noch etwas Gutes abgewinnen...
Ein wütender Schrei aus dem Badezimmer riss mich heute aus meinen Träumen:
Obwohl dies hier ein sehr reinlicher Haushalt ist, mussten wir (das heißt Shelly) heute uneingeladene Besucher bei uns begrüßen.
Gleich sieben Küchenschaben hatten sich - quasi über Nacht - als ihr neues Quartier unser Badezimmer ausgesucht!
Dass dies - genau zwei Wochen, nachdem ich den Putzdienst für diese Räumlichkeit übernommen hatte- nichts mit mir zu tun hatte, ließ ich mir sofort von Shelly bestätigen und konnte mit der Aussage, dass dies einfach die Jahreszeit für Cucarachas wäre, beruhigt werden. Unseren unerwünschten Besuch wurden wir mit dieser Feststellung aber leider noch nicht los...
Gut, dass heute katalonischer Nationalfeiertag ist und somit abgesehen von der Insektenbekämpfung keine weiteren Verpflichtungen anstanden.
Die Herren der Schöpfung mehr oder weniger spontan gerade in Deutschland und Italien auf "Heimaturlaub" (was Shelly übrigens auf die wundervolle Idee des "Naked Friday" brachte, welch Gedanke mich genauso wie der an den "Tibideybo" Joey unheimlich vermissen lässt!) konnten uns bei der Eliminierung leider nicht zur Hand gehen . Und so verbrachten also Shelly und ich den heutigen Tag damit, das Badezimmer (und vorsorglich die Küche gleich mit), regelrecht auszuräuchern. Zwar waren heute sämtliche Supermärkte geschlossen, doch Reinlichkeitsfanatisch wie wir hier nunmal sind (und wieder: das heißt Shelly :-D), waren gleich 7 verschiedene hochgiftige Mittel zur "Kammerjagd" in der Wohnung parat!
Mit dem nötigen Humor machten wir uns also ans Werk und zeigten was hier mit denjenigen passiert, die sich ohne Miete zu bezahlen hier einnisten...Nachdem wir uns -trotz ersichtlicher Vorsorgemaßnahmen- durch die Dämpfe fast mit um die Ecke gebracht hätten und die komplette Wohnung auch des Sauerstoffs beraubt war, beschloss ich den restlichen Tag lieber bei bestem Sonnenschein auf der Terasse zu verbringen. Strandwetter wäre auch gewesen, aber ich bevorzuge noch immer ein eher schattiges Plätzchen, um meiner Haut noch ein wenig Gutes zu tun.
By the Way: Nivea After Sun ist für den Eimer, ich häute mich mittlerweile wie eine Schlange :-(
So prima es insgesamt auch erscheinen mag, wie umfangreich sich mein Erfahrungsschatz innerhalb des spanischen Lebens entwickelt, hätte ich auf die Kakerlaken-Geschichte gut und gerne verzichten können!
So wurde mein wöchentlicher Putzdienst jedoch auf heute vorverlegt und mir somit schonmal ein freier Sonntag in Aussicht gestellt.
Freu dich Wiebke - du kannst sogar Insektenplagen noch etwas Gutes abgewinnen...
más ó menos
immernoch Donnerstag, 10.09.:
So sehr mich Barcelona an diesem Morgen mit bester Aufstehaussicht verwöhnt hatte (@ diejenige, die mir eine für mich ungewohnte ausgeprägte romantische Ader unterstellen: Pah, ich kann wenigstens zwischen Kitsch und Schönheit unterscheiden :-P), so sehr ließ mich das zugehörige Bussystem einige Stunden später im Stich...Der von mir ausgetüftelte Haus-verlass-und-an-die-Bushaltestelle-geh-Plan beruht auf der exakten Einhaltung der Abfahrtszeiten, jedoch scheinen die angeschlagenen Fahrpläne hier eher dem "más ó menos"-Prinzip zu folgen, jedenfalls kam der angekündigte Bus einfach mal nicht, genauso wenig wie der folgende und auch der danach kam später als der Fahrplan angekündigt hatte. Und so verbrachte ich 45 Minuten wartend an der Bushaltestelle und musste doch tatsächlich schon am dritten UNI-Tag zu spät zur Spanisch-Vorlesung kommen (@ Melly-Shelly: Ich weiß, du lachst grad über das "schon", aber ich hatte mir eigentlich vorgenommen, wenigstens in Barcelona immer pünktlich zu Spanisch zu erscheinen!). Naja, ich werde das beobachten...und ggf. meine Auf-den-letzten-Drücker-Strategie aufgeben müssen. Aber die Dozentin reagierte gelassen und überaus verständnisvoll auf meine Verspätung - 11 Uhr ist ja eigentlich auch eine ziemlich unchristliche Zeit für den Vorlesungsbeginn :-D
Durch das freiwillige Melden für einen Spanischvortrag am Montag konnte ich aber jegliche unter Umständen eingebüßte Gunst zurückgewinnen.
Nach Ende der heutigen Vorlesungen beschloss ich, nicht auf direktem Wege nach Haus zu radeln, sondern einen Abstecher zur Swatch FIVB World Tour 2009 zu machen. Diese Beachvolleyballveranstaltung an der Placa Espanya mit freiem Eintritt war ein schöner Ausklang für den eher lernlastigen Tag. Bei der Verfolgung der Matches Deutschland-Brasilien sowie Spanien-Schweiz fasste ich den neidvoll den Entschluss, mich mal darüber schlau zu machen, wo man solche Bauchmuskeln herbekommt (möglichst ohne selbst aktiv werden zu müssen *gg).
Freu dich, zu spät kommen ist in Spanien weitaus weniger peinlich als in Deutschland!
So sehr mich Barcelona an diesem Morgen mit bester Aufstehaussicht verwöhnt hatte (@ diejenige, die mir eine für mich ungewohnte ausgeprägte romantische Ader unterstellen: Pah, ich kann wenigstens zwischen Kitsch und Schönheit unterscheiden :-P), so sehr ließ mich das zugehörige Bussystem einige Stunden später im Stich...Der von mir ausgetüftelte Haus-verlass-und-an-die-Bushaltestelle-geh-Plan beruht auf der exakten Einhaltung der Abfahrtszeiten, jedoch scheinen die angeschlagenen Fahrpläne hier eher dem "más ó menos"-Prinzip zu folgen, jedenfalls kam der angekündigte Bus einfach mal nicht, genauso wenig wie der folgende und auch der danach kam später als der Fahrplan angekündigt hatte. Und so verbrachte ich 45 Minuten wartend an der Bushaltestelle und musste doch tatsächlich schon am dritten UNI-Tag zu spät zur Spanisch-Vorlesung kommen (@ Melly-Shelly: Ich weiß, du lachst grad über das "schon", aber ich hatte mir eigentlich vorgenommen, wenigstens in Barcelona immer pünktlich zu Spanisch zu erscheinen!). Naja, ich werde das beobachten...und ggf. meine Auf-den-letzten-Drücker-Strategie aufgeben müssen. Aber die Dozentin reagierte gelassen und überaus verständnisvoll auf meine Verspätung - 11 Uhr ist ja eigentlich auch eine ziemlich unchristliche Zeit für den Vorlesungsbeginn :-D
Durch das freiwillige Melden für einen Spanischvortrag am Montag konnte ich aber jegliche unter Umständen eingebüßte Gunst zurückgewinnen.
Nach Ende der heutigen Vorlesungen beschloss ich, nicht auf direktem Wege nach Haus zu radeln, sondern einen Abstecher zur Swatch FIVB World Tour 2009 zu machen. Diese Beachvolleyballveranstaltung an der Placa Espanya mit freiem Eintritt war ein schöner Ausklang für den eher lernlastigen Tag. Bei der Verfolgung der Matches Deutschland-Brasilien sowie Spanien-Schweiz fasste ich den neidvoll den Entschluss, mich mal darüber schlau zu machen, wo man solche Bauchmuskeln herbekommt (möglichst ohne selbst aktiv werden zu müssen *gg).
Freu dich, zu spät kommen ist in Spanien weitaus weniger peinlich als in Deutschland!
Donnerstag, 10. September 2009
Eigentlich ohne Worte....
Donnerstag, 10.09.:
Vor etwa einer Stunde - mein Ausblick von unserer Dachterasse:
Kann ein Tag schöner beginnen?
Vor etwa einer Stunde - mein Ausblick von unserer Dachterasse:
Kann ein Tag schöner beginnen?
Mittwoch, 9. September 2009
Wohin der Wind mich trägt-oder das Rad-oder die Füße
Mittwoch, 09.09.:
Der zweite UNI-Tag verlief nicht viel anders als der erste, Strategic Management of the Firm und Entrepreneurship & New Venture Creation (herrlich, was für hochtrabende Fächer ich mir doch ausgesucht habe, oder? :-D) wurden in den Vorlesungen heute weniger mit Inhalt gefüllt als mit der Abhandlung der Formalien und Prüfungsform. Erfreulich, dass in beiden Fächern keine Klausuren geschrieben werden sollen, sondern die Leistungserbringung über praxisorientierte Fallstudien erfolgt.Ohne festes Ziel schlenderte ich also in eine bisher nicht erprobte Richtung und kam am Mercat Sant Antoni zur ersten wirklich erwähnenswerten Station dieses Tages: Der Innenteil der Markthalle war zwar, verglichen mit dem schon Erlebten am Mercat de Boquería nur Mittelmaß, doch fand um diese Halle herum ein Kleidermarkt statt, deren Betreiber mir ein wonniges Urlaubsgefühl à la Noirmoutier (der Markt dort gehört seit Jahren zu meinen Urlaubshighlights) zu vermitteln wussten. Neben diversen Stoffen zur Bedeckung sonnenbrandgeschädigter Haut gab es dort Schmuck, Ketten, Sonnenbrillen und Taschen. Aber vom Gucken allein streikt die Geldbörse zum Glück noch nicht :-)
Zu Fuß ging es dann die "paar" Stufen hinauf und ich konnte wiederum einen tollen Ausblick über meine Stadt genießen.
Neugierig, wo ich gelandet war, umkreiste ich den Palast am Fuß des Montjuïc und fand mich im Jardin de Joan Maragall, del Liberal, del Teatre Grec und wie sie noch alle heißen wieder. Man wird denk ich so langsam seine Probleme damit bekommen, mir Glauben zu schenken, dass die ganzen von mir beschriebenen Plätze so einmalig sind, weil ich ja bei fast allem vor Euphorie zu taumeln scheine, aber es ist wirklich so! Ich habe mich zwar in den tausend Wegen und Irrwegen dieser Gärten ein bisschen verlaufen, aber da ich ja auch vorher keine Ahnung hatte, wo ich war geschweigedenn wo ich hinwollte, war dies weniger tragisch, da mir die fabelhafte Aussicht stets gute Anhaltspunkte geben konnte.
Kurz vor Toreschluss (Öffnungszeiten dieser ganzen Gärten lauten immer auf: "bis zur Dämmerung") fand ich dann aber doch wieder den Ausgang und setzte mich auf die Treppen vor dem Museu Nacional D'art de Catalunya bis die Dunkelheit gänzlich die Stadt eingenommen hatte und ich von hier oben aus das nun von kleinen, bunten und aus allen Richtungen kommenden Lichtern erhellt werdende Barcelona überblicken konnte. Nachdem ich diesen 5-stündigen Ausflug gemacht hatte, kommt nun definitiv ein weiterer Eintrag in die Liste meiner Lieblingsorte hier :-)
Freu dich - einfach mal so...achja, SPANIEN!!!
Dienstag, 8. September 2009
Ich brenne!
Dienstag, 08.09.:
Wie erwartet war die Nacht alles andere als erholsam...trotz mehrfachen Nachcremens strafte mich mein Körper für mein kleines Strandnickerchen mit erbarmungslosem Brennen und Glühen.
Daher beschloss ich um sieben Uhr wenigstens erneut den Sonnenaufgang zu genießen - diesmal von der Dachterasse aus. Mit einer frisch gebrühten Tasse Kaffee kann ich mir kaum Schöneres vorstellen!
Nachdem ich dann den Schmerz des Kleidungswechsels tapfer ertragen habe und mein Täschchen gepackt hatte, ging ich zur Bushaltestelle und ließ mich zu meiner ersten Vorlesung zum Sarrià-Campus fahren (wobei ich natürlich genaue Aufzeichnungen darüber machte, wie lange ich erstens zu Fuß zur Bushaltestelle brauchte und zweitens wie lang die Fahrzeit zu den einzelnen Haltestellen dauerte, um künftig "kurz vor knapp" die Wohnung verlassen zu können ;-)). Nach 20 Minuten kam ich an meiner neuen Lernstätte an und hatte ein zwar nicht ganz so spektakuläres wie das des Sant Pao Campus, jedoch ebenfalls ein schönes Gebäude vor mir. Frühzeitig genug vor Ort hatte ich noch Zeit, mich genauer umzusehen. Die einzelnen Räume bedürfen zwar keiner genauen Beschreibung, doch die Information darüber, dass zur Überbrückung der vorlesungsfreien Tagesabschnitte neben einem Kicker auch ein Billardtisch bereitsteht, will ich dem fleißigen Leser dann doch nicht vorenthalten :-D
Zu meiner ersten Spanischvorlesung kann ich sagen, dass 5 der 9 Teilnehmer EUFH-Studenten waren, zu denen sich ansonsten lediglich amerikanische Austauschstudenten gesellten. Von uns allen, die wir etwa auf dem gleichen Level was die Spanischkenntnisse angeht sind, wurde höchste Konzentration und teilweise sogar Kombinationsgabe gefordert, um der Dozentin in ihren Ausführungen folgen zu können. Dass wir ungestraft bis zu sechs Tage fehlen dürfen, haben wir aber alle auf Anhieb verstanden :-)
Managing Services - auf Englisch - war heute eher eine Kennenlernstunde, bei der eigentlich nur erwähnenswert ist, dass sich zu meiner Überraschung alle Dozenten und Mitarbeiter hier mit Vornamen vorstellten. Nett, auch wenn ich noch nicht so wirklich das "Wir sind eine große Familie"-Gefühl entwickeln konnte.
Nachdem um 17 Uhr und nach vielen Gänsehautschüben aufgrund der großzügig arbeitenden Klimaanlage der erste wirkliche UNI-Tag beendet war, machte ich wiederum von meiner neu gewonnenen Fahrradoption Gebrauch und sauste ohne große Anstrengung den komplett abschüssigen Weg zu meiner Wohnung nach Hause. Prima Sache, da ich doch "Spitz auf Knopf" (heißt das jetzt so?) 30 Minuten bis zur Bicing-Station an meiner Adresse brauchte. Wenn ich mich erstmal an die Strecke gewöhnt habe, wird das bestimmt weniger knapp...
Der Rest des eigentlich so sonnigen Tages wurde dann erneut leidend im Schutze des häuslichen Schattens verbracht, da die Rötung zwar nach knapp 24 Stunden schon ein wenig abnimmt, der Schmerz dafür aber antiproportionell anzusteigen scheint....:-(
¡QUE LÁSTIMA!
Aber Wiebke, freu dich - denn du studierst jetzt in Spanien!
Und der Schmerz wird schon vergehen....irgendwann.
- Für orthografische Unzulänglichkeiten möchte ich mich pauschal entschuldigen, dies einfach mal auf eine genetische Disposition schieben und den Leser bitten, nicht von einer generellen Minderbegabung auszugehen (@ Janusch: sollte es doch unentschuldbare Fauxpas geben, die dir in den Augen brennen, bitte ich um kurze Benennung, damit ich dich auch weiterhin mit meinen geistigen Ergüssen beglücken kann, ohne Schuld an etwaigen visuellen Krankheitserscheinungen tragen zu müssen) -> Wer Fehler findet, darf sie sich gern notieren und in einem eigenen Blog zerpflücken :-P -
Wie erwartet war die Nacht alles andere als erholsam...trotz mehrfachen Nachcremens strafte mich mein Körper für mein kleines Strandnickerchen mit erbarmungslosem Brennen und Glühen.
Daher beschloss ich um sieben Uhr wenigstens erneut den Sonnenaufgang zu genießen - diesmal von der Dachterasse aus. Mit einer frisch gebrühten Tasse Kaffee kann ich mir kaum Schöneres vorstellen!
Nachdem ich dann den Schmerz des Kleidungswechsels tapfer ertragen habe und mein Täschchen gepackt hatte, ging ich zur Bushaltestelle und ließ mich zu meiner ersten Vorlesung zum Sarrià-Campus fahren (wobei ich natürlich genaue Aufzeichnungen darüber machte, wie lange ich erstens zu Fuß zur Bushaltestelle brauchte und zweitens wie lang die Fahrzeit zu den einzelnen Haltestellen dauerte, um künftig "kurz vor knapp" die Wohnung verlassen zu können ;-)). Nach 20 Minuten kam ich an meiner neuen Lernstätte an und hatte ein zwar nicht ganz so spektakuläres wie das des Sant Pao Campus, jedoch ebenfalls ein schönes Gebäude vor mir. Frühzeitig genug vor Ort hatte ich noch Zeit, mich genauer umzusehen. Die einzelnen Räume bedürfen zwar keiner genauen Beschreibung, doch die Information darüber, dass zur Überbrückung der vorlesungsfreien Tagesabschnitte neben einem Kicker auch ein Billardtisch bereitsteht, will ich dem fleißigen Leser dann doch nicht vorenthalten :-D
Zu meiner ersten Spanischvorlesung kann ich sagen, dass 5 der 9 Teilnehmer EUFH-Studenten waren, zu denen sich ansonsten lediglich amerikanische Austauschstudenten gesellten. Von uns allen, die wir etwa auf dem gleichen Level was die Spanischkenntnisse angeht sind, wurde höchste Konzentration und teilweise sogar Kombinationsgabe gefordert, um der Dozentin in ihren Ausführungen folgen zu können. Dass wir ungestraft bis zu sechs Tage fehlen dürfen, haben wir aber alle auf Anhieb verstanden :-)
Managing Services - auf Englisch - war heute eher eine Kennenlernstunde, bei der eigentlich nur erwähnenswert ist, dass sich zu meiner Überraschung alle Dozenten und Mitarbeiter hier mit Vornamen vorstellten. Nett, auch wenn ich noch nicht so wirklich das "Wir sind eine große Familie"-Gefühl entwickeln konnte.
Nachdem um 17 Uhr und nach vielen Gänsehautschüben aufgrund der großzügig arbeitenden Klimaanlage der erste wirkliche UNI-Tag beendet war, machte ich wiederum von meiner neu gewonnenen Fahrradoption Gebrauch und sauste ohne große Anstrengung den komplett abschüssigen Weg zu meiner Wohnung nach Hause. Prima Sache, da ich doch "Spitz auf Knopf" (heißt das jetzt so?) 30 Minuten bis zur Bicing-Station an meiner Adresse brauchte. Wenn ich mich erstmal an die Strecke gewöhnt habe, wird das bestimmt weniger knapp...
¡QUE LÁSTIMA!
Aber Wiebke, freu dich - denn du studierst jetzt in Spanien!
Und der Schmerz wird schon vergehen....irgendwann.
- Für orthografische Unzulänglichkeiten möchte ich mich pauschal entschuldigen, dies einfach mal auf eine genetische Disposition schieben und den Leser bitten, nicht von einer generellen Minderbegabung auszugehen (@ Janusch: sollte es doch unentschuldbare Fauxpas geben, die dir in den Augen brennen, bitte ich um kurze Benennung, damit ich dich auch weiterhin mit meinen geistigen Ergüssen beglücken kann, ohne Schuld an etwaigen visuellen Krankheitserscheinungen tragen zu müssen) -> Wer Fehler findet, darf sie sich gern notieren und in einem eigenen Blog zerpflücken :-P -
Unbezahlbar
Montag, 07.09.:
Als ich (für mich eigentlich unerklärlicherweise) schon um halb 7 aufwachte, waren meine sportlichen Vorsätze alles andere als verflogen. Und so ging es noch im Halbdunkeln auf meine erste Lauftour in Barcelona.
Durch die menschenleeren Straßen und lediglich vom Duft der von den hiesigen Bäckern frisch zubereiteten Backwaren begleitet wuchtete ich meinen, offenbar von jeglicher sportlicher Betätigung entwöhnten, Körper - wohin auch sonst - zum Strand. Stets die Pulsuhr im Blick, die mich rechtzeitig warnen sollte, ob der Zusammenbruch kurz bevorstände, gewöhnte ich mich schnell wieder an die Belastung und konnte mich alsbald auf die frische Luft und die weite Sicht entlang der Promenade kontzentrieren. Doch dann wurde mir ein für Geld nicht zu erstehendes Geschenk gemacht und ich für mein frühes Aufstehen mehr als belohnt: Zum ersten Mal in meinem Leben durfte ich sehen, wie die Sonne über dem Meer aufgeht. Ein unbezahlbarer Anblick, wie sich die Feuerkugel glutrot aus dem Meer erhebt, einen glänzenden Schimmer auf das Wasser legt und vom einen auf den anderen Moment das komplette Strandbild in eine orange-wohlige Wohlfühllandschaft verwandelt. Ich war völlig benommen und von riesiger Freude, dass ich das erleben durfte, durchflutet.
Nach 45 Minuten Jogging musste ich dann aber doch aufgeben und nach Luft schnappend den letzten verbleibenden Kilometer zurück bis zur Wohnung im Gehen absolvieren. Dann folgte das nächste wonnige Highlight, da ich offenbar bereits so "heimisch" in dieser Stadt bin, dass ich schon um halb Acht Bekannte auf der Straße treffe :-) Mein Mitbewohner war gerade von der Nachtschicht gekommen und nahm im Bistro an der Ecke eine letzte Malzeit vor dem Schlafengehen ein.
Als ich dann wieder zu Haus war und das heute nach der Anstrengung besonders gut schmeckende Frühstück auf der Dachterasse genossen hatte, machte ich mich mit der Metro auf zum Campus. Die Vorlesungen beginnen erst am Dienstag, aber die Studentenausweise, die einem zahlreiche Vergünstigungen einbringen sollten, sollten bereits heute abgeholt werden können. Leider war dem nicht so und mein Missmut über die "verschenkten" 77 Cent für die Metro blieb auch der Sekretärin der Hochschule nicht verborgen. So stellte sie mir eine vorläufige Bescheinigung über meine studentische Zugehörigkeit aus, bevor sie mich wieder entließ. Wahrscheinlich werde ich sie nicht brauchen, aber dennoch gab mir das ein zumindest ansatzweise befriedigtes Gefühl.
Dann beschloss ich erneut zum Strand zu gehen (aus Trotz zu Fuß und nicht mit der Bahn) und folgte - heute ohne Stadtplan - immer der Nase nach der abwärtsführenden Straße. Nach ca. 35 Minuten Unsicherheit, ob ich auch in die richtige Richtung ging, spielte mir das Schicksal wieder in die Hände und ließ mich geradewegs an meinem Lieblingsstrandabschnitt auskommen.
Hocherfreut über meinen ach so großartigen Orientierungssinn bedeckte ich meine Haut mit Sonnencreme und ließ mich unter der Sonne auf meinem Strandhandtuch nieder...Als ich vier Stunden später wieder aufwachte und beim Anblick meines Körpers unweigerlich an meine Beschreibung des heutigen Sonnenaufgangs denken musste, wurde mir das Verhängnis dieses ungewollten Nickerchens bewusst. Ich war ein einziger roter Fleck und meine Haut brannte wie Feuer. Nachdem ich mir mit schmerzverzerrtem Gesicht die Heimfahrt im klimatisierten Bus gönnte, wurde ich auch zu Haus mit mitleidigen Blicken meiner Mitbewohner begrüßt. Lautstark leidend wurden nun mehrere Stunden mit der "Nachbereitung" durch Après-Sun in der schattigen Wohnung verbracht, während meine Haut immer roter und roter wurde. Arme Wiebke!!!
Dann wurde allerdings mein Gemüt wieder erhellt, als ich meine erste eigene Post an die neue Adresse bekam. Unverhofft schon nach sieben Tagen (anstatt der angekündigten 10) bekam ich meine Bicing-Schlüsselkarte zugeschickt und kann nun nach Lust und Laune mit dem Fahrrad herumgurken.
Das konnte nicht bis zum nächsten Tag warten und so zog ich mir schnell wieder etwas über, ging zur nächsten Bicing-Station und radelte wiederum zum Strand. Großartig! Pünktlich zu Vorlesungsstart wird mir so nun vergönnt sein, den Heimweg mit dem Fahrrad anzutreten (der Hinweg bergauf wäre ein bisschen zu viel des Guten ;-)).
Nachdem ich wieder zu Haus war und meinen mitlerweile überall schmerzenden Körper (ob nun vom Muskelkater oder den Verbrennungen, oder sogar beidem, vermag ich nicht zu beantworten) noch einmal mit einer dicken Schicht Creme bedeckte, machte ich mich auf eine schlaflose Nacht gefasst. Aber dennoch, allein durch den morgentlichen Anblick des Naturspektakels, mehr als zufrieden mit diesem Tag.
Freu dich - ab nun radelst du durch Spanien!
Als ich (für mich eigentlich unerklärlicherweise) schon um halb 7 aufwachte, waren meine sportlichen Vorsätze alles andere als verflogen. Und so ging es noch im Halbdunkeln auf meine erste Lauftour in Barcelona.
Durch die menschenleeren Straßen und lediglich vom Duft der von den hiesigen Bäckern frisch zubereiteten Backwaren begleitet wuchtete ich meinen, offenbar von jeglicher sportlicher Betätigung entwöhnten, Körper - wohin auch sonst - zum Strand. Stets die Pulsuhr im Blick, die mich rechtzeitig warnen sollte, ob der Zusammenbruch kurz bevorstände, gewöhnte ich mich schnell wieder an die Belastung und konnte mich alsbald auf die frische Luft und die weite Sicht entlang der Promenade kontzentrieren. Doch dann wurde mir ein für Geld nicht zu erstehendes Geschenk gemacht und ich für mein frühes Aufstehen mehr als belohnt: Zum ersten Mal in meinem Leben durfte ich sehen, wie die Sonne über dem Meer aufgeht. Ein unbezahlbarer Anblick, wie sich die Feuerkugel glutrot aus dem Meer erhebt, einen glänzenden Schimmer auf das Wasser legt und vom einen auf den anderen Moment das komplette Strandbild in eine orange-wohlige Wohlfühllandschaft verwandelt. Ich war völlig benommen und von riesiger Freude, dass ich das erleben durfte, durchflutet.
Nach 45 Minuten Jogging musste ich dann aber doch aufgeben und nach Luft schnappend den letzten verbleibenden Kilometer zurück bis zur Wohnung im Gehen absolvieren. Dann folgte das nächste wonnige Highlight, da ich offenbar bereits so "heimisch" in dieser Stadt bin, dass ich schon um halb Acht Bekannte auf der Straße treffe :-) Mein Mitbewohner war gerade von der Nachtschicht gekommen und nahm im Bistro an der Ecke eine letzte Malzeit vor dem Schlafengehen ein.
Als ich dann wieder zu Haus war und das heute nach der Anstrengung besonders gut schmeckende Frühstück auf der Dachterasse genossen hatte, machte ich mich mit der Metro auf zum Campus. Die Vorlesungen beginnen erst am Dienstag, aber die Studentenausweise, die einem zahlreiche Vergünstigungen einbringen sollten, sollten bereits heute abgeholt werden können. Leider war dem nicht so und mein Missmut über die "verschenkten" 77 Cent für die Metro blieb auch der Sekretärin der Hochschule nicht verborgen. So stellte sie mir eine vorläufige Bescheinigung über meine studentische Zugehörigkeit aus, bevor sie mich wieder entließ. Wahrscheinlich werde ich sie nicht brauchen, aber dennoch gab mir das ein zumindest ansatzweise befriedigtes Gefühl.
Dann beschloss ich erneut zum Strand zu gehen (aus Trotz zu Fuß und nicht mit der Bahn) und folgte - heute ohne Stadtplan - immer der Nase nach der abwärtsführenden Straße. Nach ca. 35 Minuten Unsicherheit, ob ich auch in die richtige Richtung ging, spielte mir das Schicksal wieder in die Hände und ließ mich geradewegs an meinem Lieblingsstrandabschnitt auskommen.
Hocherfreut über meinen ach so großartigen Orientierungssinn bedeckte ich meine Haut mit Sonnencreme und ließ mich unter der Sonne auf meinem Strandhandtuch nieder...Als ich vier Stunden später wieder aufwachte und beim Anblick meines Körpers unweigerlich an meine Beschreibung des heutigen Sonnenaufgangs denken musste, wurde mir das Verhängnis dieses ungewollten Nickerchens bewusst. Ich war ein einziger roter Fleck und meine Haut brannte wie Feuer. Nachdem ich mir mit schmerzverzerrtem Gesicht die Heimfahrt im klimatisierten Bus gönnte, wurde ich auch zu Haus mit mitleidigen Blicken meiner Mitbewohner begrüßt. Lautstark leidend wurden nun mehrere Stunden mit der "Nachbereitung" durch Après-Sun in der schattigen Wohnung verbracht, während meine Haut immer roter und roter wurde. Arme Wiebke!!!
Dann wurde allerdings mein Gemüt wieder erhellt, als ich meine erste eigene Post an die neue Adresse bekam. Unverhofft schon nach sieben Tagen (anstatt der angekündigten 10) bekam ich meine Bicing-Schlüsselkarte zugeschickt und kann nun nach Lust und Laune mit dem Fahrrad herumgurken.
Das konnte nicht bis zum nächsten Tag warten und so zog ich mir schnell wieder etwas über, ging zur nächsten Bicing-Station und radelte wiederum zum Strand. Großartig! Pünktlich zu Vorlesungsstart wird mir so nun vergönnt sein, den Heimweg mit dem Fahrrad anzutreten (der Hinweg bergauf wäre ein bisschen zu viel des Guten ;-)).
Nachdem ich wieder zu Haus war und meinen mitlerweile überall schmerzenden Körper (ob nun vom Muskelkater oder den Verbrennungen, oder sogar beidem, vermag ich nicht zu beantworten) noch einmal mit einer dicken Schicht Creme bedeckte, machte ich mich auf eine schlaflose Nacht gefasst. Aber dennoch, allein durch den morgentlichen Anblick des Naturspektakels, mehr als zufrieden mit diesem Tag.
Freu dich - ab nun radelst du durch Spanien!
Sportlich - im Kopf zumindest
Sonntag, 06.09.:
Der Morgen wurde von mir nach sonntäglicher Tradition komplett verschlafen.
Bei einer leckeren Tasse Kaffee (und der zweiten und dritten ;-)) zog es mich diesmal lediglich auf eine virtuelle Ekundungstour...Bei der UAB-Einführungsveranstaltung wurde uns nahe gelegt, uns bei Facebook anzumelden, um dort stets über Neuigkeiten die Hochschule betreffend auf dem Laufenden gehalten zu werden. Diesem Rat folgte ich und darf mich nun auch mehr oder weniger stolzes Mitglied dieses Netzwerks nennen.
Dann brannte es mir unter den Fingernägeln, Ergebnisse zu gucken, denn die ersten Spiele der neuen Handballsaison waren absolviert. Beim aufmerksamen Verfolgen der bisher gespielten Begegnungen holte mich ein bisschen das Heimweh ein - Frauenhandballtechnisch ist in Barcelona leider nicht allzu viel los :-(
Ablenken konnte ich mich dann aber zum Glück mit der Erledigung meiner wöchentlichen Putzpflicht, worauf folgend ich beschloss, mich wieder den schönen Dingen, die diese wundervolle Stadt anzubieten hat, zu widmen.
Der Strand lockte zum Sonnen- und Meerbaden ein und so verweilte ich relativ unspektakulär mehrere Stunden im Sand von Bogatell und im muckelig warmen Mittelmeer (zumindest kam es mir altem Atlantikfuchs so vor).
Die Mitteilung über das ebenfalls erfolgreiche Abschneiden der von mir favorisierten HB-Mannschaften heute krönte dann diesen entspannten Tag. Ich beglückwünsche alle siegreichen Teams, insbesondere meine Fortuna, die die Tabellenspitze nach dem ersten Spieltag zieren darf!
Gänzlich vom Sport eingenommen, fielen mir auf meinem Rückweg nach Hause die zahlreichen Jogger auf, die sich ihren Laufweg durch die sich an der Strandpromenade tummelnden Touristenmassen bahnten. Ich kann nicht behaupten, dass ich in der letzten Woche nur untätig zu Hause rumgesessen hätte, eigentlich war ich durch meine sehr kräftezehrenden Erkundungstouren sogar immer ziemlich geschafft, aber diese richtige sportliche Verausgabung fehlte mir schon sehr!
Es wurde bereits dunkel, als ich in meinem 4. Stock den Schlüssel ins Schloss steckte, aber hoch motiviert fasste ich den Entschluss: Morgen wird gejoggt!
Freut Euch Handballer - mein sportliches Interesse reicht auch bis nach Spanien!
Der Morgen wurde von mir nach sonntäglicher Tradition komplett verschlafen.
Bei einer leckeren Tasse Kaffee (und der zweiten und dritten ;-)) zog es mich diesmal lediglich auf eine virtuelle Ekundungstour...Bei der UAB-Einführungsveranstaltung wurde uns nahe gelegt, uns bei Facebook anzumelden, um dort stets über Neuigkeiten die Hochschule betreffend auf dem Laufenden gehalten zu werden. Diesem Rat folgte ich und darf mich nun auch mehr oder weniger stolzes Mitglied dieses Netzwerks nennen.
Dann brannte es mir unter den Fingernägeln, Ergebnisse zu gucken, denn die ersten Spiele der neuen Handballsaison waren absolviert. Beim aufmerksamen Verfolgen der bisher gespielten Begegnungen holte mich ein bisschen das Heimweh ein - Frauenhandballtechnisch ist in Barcelona leider nicht allzu viel los :-(
Ablenken konnte ich mich dann aber zum Glück mit der Erledigung meiner wöchentlichen Putzpflicht, worauf folgend ich beschloss, mich wieder den schönen Dingen, die diese wundervolle Stadt anzubieten hat, zu widmen.
Der Strand lockte zum Sonnen- und Meerbaden ein und so verweilte ich relativ unspektakulär mehrere Stunden im Sand von Bogatell und im muckelig warmen Mittelmeer (zumindest kam es mir altem Atlantikfuchs so vor).Die Mitteilung über das ebenfalls erfolgreiche Abschneiden der von mir favorisierten HB-Mannschaften heute krönte dann diesen entspannten Tag. Ich beglückwünsche alle siegreichen Teams, insbesondere meine Fortuna, die die Tabellenspitze nach dem ersten Spieltag zieren darf!
Gänzlich vom Sport eingenommen, fielen mir auf meinem Rückweg nach Hause die zahlreichen Jogger auf, die sich ihren Laufweg durch die sich an der Strandpromenade tummelnden Touristenmassen bahnten. Ich kann nicht behaupten, dass ich in der letzten Woche nur untätig zu Hause rumgesessen hätte, eigentlich war ich durch meine sehr kräftezehrenden Erkundungstouren sogar immer ziemlich geschafft, aber diese richtige sportliche Verausgabung fehlte mir schon sehr!
Es wurde bereits dunkel, als ich in meinem 4. Stock den Schlüssel ins Schloss steckte, aber hoch motiviert fasste ich den Entschluss: Morgen wird gejoggt!
Freut Euch Handballer - mein sportliches Interesse reicht auch bis nach Spanien!
Sonntag, 6. September 2009
Wiebkes kleiner Strandführer
Samstag, 05.09.:
Nach spätem Aufstehen und ein bisschen pseudofleißigem Rumlümmeln (auf dem Bett liegen und - falls einer fragt - Langenscheidt's Grammatikbuch für Spanisch neben mir liegen habend) beschloss ich mir ein umfassendes Bild von Barcelonas Strandlandschaft zu machen. Nur wer alles einmal gesehen hat, kann schließlich eine fundierte Entscheidung über die individuelle Präferenz fällen. Und da auch hier langsam der Herbst beginnt (siehe erschreckendes Bild über die prognostizierten sibirischen Temperaturen!), sollte ein kleiner Fußmarsch entlang der Strände auch durchaus ohne Kreislaufkollapse zu absolvieren sein.
Also packte ich meine Kartoffel-Sack-Tasche und begab mich Richtung Wasser.
Am Mirador de Colom besuchte ich einen kleinen Antiquitätenmarkt und stattete dann dem MareMagnum (sowas wie Phoenix-Center) einen kleinen Besuch ab. Das Einkaufszentrum mitten im Hafen (deren Zugangsbrücke Rambla de Mar nachts weggeschwenkt wird, um Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen -> nach Geschäftsschluss also lieber nicht allzu lang trödeln ;-)) hielt einige nette Geschäfte, tolle Aussicht auf das World Trade Center und den Montjuïc sowie fragwürdige Kunstwerke auf dem Wasser bereit. Die verspiegelte Außenfassade lud mich dann zu kleinen Selbst-fotografier-Spielereien ein und war sicherlich amüsant für umstehende Passanten.
Vom World Trade Center angefangen, spazierte ich dann die Strände entlang. Von der Platja Barceloneta, an der das größte touristische Aufkommen zu verzeichnen war ging es in nördliche Richtung zur Platja Passeig Maritim. Hier waren neben dem örtlichen Casino (Bild rechts) zahlreiche Designer-Clubs zu finden, die bei Nacht die Strandpromenade in eine Partymeile verwandeln, der Sand jedoch ziemlich körnig und das Wasser nur so lala. Vom Port Olímpic, an dem die Nutzung des Meers kleinen Yachten vorbehalten war ging es weiter zur Platja de la Nova Icària. Der Sand war hier schon schöner, jedoch waren hier zahlreiche Surfer, die dem unbedarften Schwimmer des öfteren im Weg herumdüsten, in der Überzahl. Also ging es zur Platja de Bogatell, dem wie sich herausstellen sollte, schönsten Abschnitt (so etwas liegt ja immer im Auge des Betrachters, aber ich fand es dort einfach prima!).
Nach spätem Aufstehen und ein bisschen pseudofleißigem Rumlümmeln (auf dem Bett liegen und - falls einer fragt - Langenscheidt's Grammatikbuch für Spanisch neben mir liegen habend) beschloss ich mir ein umfassendes Bild von Barcelonas Strandlandschaft zu machen. Nur wer alles einmal gesehen hat, kann schließlich eine fundierte Entscheidung über die individuelle Präferenz fällen. Und da auch hier langsam der Herbst beginnt (siehe erschreckendes Bild über die prognostizierten sibirischen Temperaturen!), sollte ein kleiner Fußmarsch entlang der Strände auch durchaus ohne Kreislaufkollapse zu absolvieren sein.
Also packte ich meine Kartoffel-Sack-Tasche und begab mich Richtung Wasser.
Klares Wasser, sauberer, verhältnismäßig feinkörniger Sandstrand, nicht zu viele Touristen und nette kleine Strandbars. Nachdem ich einige Zeit dort verweilt hatte, ging es dann noch weiter zur Platja de la Mar Bella, wo ich Bekanntschaft mit der spanischen Freikörperkultur machen sollte. Auf die Verbildlichung wurde zu Gunsten der Darsteller sowie in einigen Fällen sicher auch der potenziellen Betrachter verzichtet.
Als letztes zog es mich dann zur Platja de la Nova Mar Bella, vergleichbar angenehm wie Bogatell, und ich beendete meine 5km-Strandwanderung am Fòrum.
Fazit aus Wiebkes kleiner Stranderkundung: Bogatell, Nova Mar Bella und Barceloneta werden mich - in dieser Reihenfolge - sicher nicht zum letzten Mal gesehen haben :-)
Dann ging ich zu Fuß Richtung Sagrada Familia, um mich mit den Herren der Schöpfung auf ein paar Bierchen zu treffen. Dabei durchwanderte ich das wohl langweiligste Viertel in Barcelona. Nur Autohäuser, Spielplätze und tatsächlich eine Einkaufsstraße, auf die es ausschließlich alte Menschen mit Gehhilfe zog. Gut, nun weiß ich, wohin die Spanier ziehen, die schon alles in ihrem Leben gesehen haben.
Dann wurde im "Chez Müller" ein bisschen Deutschland nach Barcelona geholt. In der deutschen Kneipe wurde bei Currywurst, Käsespätzle und Pils das Deutschlandspiel auf dem Fernseher verfolgt und reger Austausch mit dem ausschließlich deutschen Publikum betrieben.
Nachdem es danach noch weiter zu einer wieder eher spanischen Abendgestaltung im Barri Gòtic ging, freute ich mich nach dem langen zum wiederholten Male lauflastigen Tag, in meinem großen Bett den Schlaf der Gerechten schlafen zu dürfen.
Freu dich - Poldi kann auch in Spanien verehrt werden :-)
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