Der Sonntag sollte eigentlich ganz im Sinne der in den letzten Tagen gänzlich vernachlässigten UNI-Nach-und-Vorbereitung stehen. Jedoch waren das Wetter und der letzte Mercè-Tag einfach zu verlockend, sodass ich beschloss, einen kleinen Spaziergang durch die Stadt zu wagen. Am Passeig de Grácia reihten sich verschiedendste Stände und Pavillions aneinander, die sportliche Aktivitäten für die Kleinen, Bücher in allen erdenklichen Sprachen und Interessensbereichen und zahlreiche Promo-Girlies, die von Blumen über Flyer bis hin zu Brot alles mögliche kostenlos an die willigen Touristen verteilten, bereithielten.
Highlight für mich war der interaktive Verkehrssicherheitstest im Bicing-Pavillion, der mir schon nach dem 4. Versuch uneingeschränkte Befähigung zur gefahrlosen Bewegung im spanischen Straßenverkehr zu Fahrrad attestierte. Die nötigen Wiederholungen sind selbstverständlich einzig und allein darauf zurückzuführen, dass ich (dieses Wochenende leider weniger erfolgreich als erhofft) damit beschäftigt war, meiner Fortuna die Daumen zu drücken ;-)
Danach sollte mich dann die laute Musik an der Rambla de Raval vom Heimantritt abhalten. Die im Programmheft an fast allen Veranstaltungsorten der Mercè auftauchende Barcelona Acció Musical BAM spielte in die Dämmerung hinein und lud mich ein weiteres Stündchen zum Verweilen ein. Spanische Rhythmen taten wirklich das Ihre, denn jeder auf der Flaniermeile war in Bewegung und tanzte umher. Mittendrin in diesem Spektakel (welches ja eigentlich auf der Bühne stattfand, mein Blick aber gleichermaßen auf die Zuschauer gerichtet war) ist diese Mercè-Sache ein wirklich einmaliges Erlebnis.
Dann wurde ich wiederum von einem alles übertönenden Knall aus meiner Beobachtungs-Trance gerissen. Das große Abschluss-Feuerwerk an der Placa Espana hatte begonnen. Schnell eilte ich nach Haus und genoss von der Dachterasse aus den visuellen Höhepunkt dieser Feierwoche. Dass ich so viel mitbekommen konnte, ohne mich ins Gedränge der rund 200000 Menschen in unmittelbarer Nähe der Lichtspiele begeben zu müssen, sondern gemütlich von oben auf alles herab blicken konnte, wird als weiterer Pluspunkt auf meiner Gründe-FÜR-eine-Dachterasse-Liste aufgenommen.
Freu dich, die Mercè wurde um einen weiteren Fan bereichert!

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