Sonntag, 13.09.:
Es geht los, schon ist nicht mehr jeder Tag hier mit Highlights gespickt!
Eine kleine Joggingeinlage, Bicing-Ausflug durchs Städtchen, erneute Ausräucherungs-und Putzprojekte in der WG (doppelt hält besser) - und schon ist der Tag vorbei...FAST jedenfalls.
Denn zwei Höhepunkte hielt der Sonntag, der ungemütlicherweise schon mit mehr als einer einzelnen Wolke am Himmel aufwartete, noch für mich bereit!
Nummer eins: Ein Gespräch - und diesmal war ich mir sicher, dass ich es so nennen konnte - mit "meinem" Gemüsehändler, der mich heute fragte, wie es kommt, dass ich so regelmäßig mein Obst bei ihm kaufe! Nachdem ich mühselig in Worte gefasst hatte, dass ich ins Haus nebenan gezogen bin, konnten wir uns sogar darüber austauschen, dass Umsätze, die bei mir immer zwischen 16 und 92 Cent liegen, eigentlich eher ungewöhnlich sind, aber in Anbetracht eines unter vier Personen aufzuteilenden Kühlschranks und der sich anbietenden Option, seine Lebensmittel täglich frisch zu erwerben, durchaus ihre Berechtigung finden. Hach, unter der Last des mich überkommenden Stolzes hätte ich glatt zusammenbrechen können :-)
Nachdem der Gute sich dann aber ein bisschen veralbert vorgekommen sein muss, nachdem ich auf die Frage nach meinem Namen mit einem für ihn offenbar unüberwindbaren Zungenbrecher antwortete und auch nach dem vierten Versuch nicht mehr als ein komischer "Bibka!?"-Kauderwelsch von ihm zu vernehmen war, beschloss ich die Forführung dieser Unterhaltung vorerst zu vertagen und mich zum nächsten Höhepunkt des Sonntags aufzumachen.
Die Einladung in der Sagrada-WG zu dinieren, verlangte nämlich nach dem nächsten Bicing-Ausflug Richtung Norden der Stadt.
Stefan fühlte sich zur Zubereitung eines Festmahls berufen und mir wurde die Ehre zuteil, einem (durch die Messerprobe bestätigten) hauchzarten Pollo mit marinierten Kartoffeln und Kräuterfond eine neue Heimat in meinem Magen zu geben. Großartig, mein Dank geht an Jamie Oliver (geistige Feder), Franky (ausführender Koch), das Huhn (ebenfalls elementar beteiligt) und den Rest der Bewohner, die meine Gesellschaft an diesem Abend genossen haben (oder lediglich geduldet? Man weiß es nicht, böse Zungen behaupten, ich hätte ein bisschen viel zu nörgeln...:-D).
Diese Dankbarkeit konnte ich in der sachgerechten Zerlegung der Reste in wiederverzehrbare (gibt es das Wort?) Portionen (gut, dass immer eine Bastelschere parat ist, wenn man sie braucht) und der Anwendung der in den letzten Wochen ausgefeilten Reinigungsfertigkeiten der Küche verdeutlichen.
Abschließend wurde ich Zeuge einer "Age-of-Empire"-Battle-Abendgestaltung von Stefan und Robert, die aufgrund der Unmöglichkeit einer friedlichen Konfliktlösung nicht zu meinen Favoriten avancieren wird, und schwang mich nach einer (Selbst)Einladung zum nächsten Sonntagsessen wohlgenährt wieder aufs Rad nach Haus.
Freu dich Wiebke, man bekocht dich kaiserlich - auch in Spanien :-)
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