Mittwoch, 23.09.:
Nach gefühlten 20 Stunden Schlaf fühlte ich mich wesentlich gesünder als am Vortag und beschloss einen Versuch zu unternehmen, die heutigen Vorlesungen zu besuchen. Auch wenn die vernichtenden Aussagen meiner Kommilitonen, dass ich noch nicht wieder die bestaussehendste Version meinerselbst sei, noch keine vollständige Genesung bestätigen konnten, konnte ich mit meinem Gewissen einfach nicht vereinbaren, drei Tage lang nicht zur UNI zu gehen und dann in der Mercè-Woche 4 Tage lang feiern zu gehen, wenn ich mich wieder besser fühlte.
Also ab zum Campus: Zwar wurde die erste Vorlesung von ein bisschen Schnauben und Hüsteln von mir gestört, aber ansonsten überstand ich alles ganz passabel. Die Vorlesung danach fiel - da die Dozentin Otilia, welch wunderbarer Zufall, ebenfalls krank war - flach und um halb Zwei konnte ich bereits wieder den Heimweg antreten. Freudig plante ich, mir etwas zu Essen zu kochen, ein kleines, letztes, erholsames Mittagsschläfchen zu halten und mich dann ins Getümmel zu begeben und die an den verschiedenen Plätzen stattfindenden Spektakel zu genießen.
Als ich jedoch aus meinem Nickerchen erwachte, war es bereits wieder dunkel und ich musste mir eingestehen, dass der erholsame Teil noch nicht zu meiner Befriedigung abgeschlossen war. Der Husten hatte sich zwar fast komplett verabschiedet, war dafür aber von mehreren heftigen Nieß-Anfällen abgelöst worden. Da diese deutlich weniger Halsschmerzen verursachen, nahm ich diesen Wechsel gerne an, beschloss aber dennoch, auch den heutigen Abend vorsorglich zu Haus zu bleiben.
Mit einem heißen Pfefferminztee anstelle von Cerveza und Cava hob ich meine Tasse auf "Feliz Mercè" und war fest entschlossen, die Erkältung bis zum nächsten Tag auszukurieren.
Freu dich, mit Willenskraft und Glaube wurden sogar schon Berge versetzt, das wird doch ein Kinderspiel!
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