Samstag, 19. September 2009

Hoy No Me Puedo Levantar

Donnerstag, 17.09.:
Das Aufstehen für die Vorlesungen fiel mir an diesem Morgen "unerwartet" schwer. Dass die erste Spanischvorlesung aber erst um 11 Uhr stattfand, kam mir und meinem irgendwie doch noch etwas benebelten Kopf ziemlich gelegen.
Ohne Stefan, der an seinem Geburtstag offenbar beschlossen hatte etwas länger zu schlafen, lauschte der Rest des Kurses Roberts Vortrag über die Weihnachtsgebräuche in Spanien, was den in der letzten Woche deutlich abkühlenden Temperaturen Ausdruck verlieh. Danach schien es, als wollte die Dozentin auf ihre fleißigen Schüler eingehen (oder sie ein bisschen vorführen ;-)), jedenfalls wurde als nächstes das Hörverständnis geschult, indem das spanische Lied "Hoy ne me puedo levantar" (Heute kann ich nicht aufstehen) analysiert wurde. Die Sängerin referierte hier über die Nachwirkungen einer durchzechten Nacht und stattete uns mit neuem - heute mehr als brauchbarem - Vokabular zur Beschreibung unserer physischen Verfassung aus: Unter anderem bescherte uns dieses Lied Phrasen wie "ich hab Kopfschmerzen", "ich hab einen Kater" und "ich hab keinen Bock auf gar nichts". Prima, wie lebensnah hier doch die Unterrichtsgestaltung abläuft, oder? :-D
Dass wir das Lied dann auch noch alle gemeinsam nachsingen durften, dürfte dann das Highlight dieser Vorlesung gewesen sein.
Als hätte Franky gefühlt, was er verpasst hatte, entschloss er sich dann in der Mittagspause doch noch zum Campus zu kommen. Nachdem erneut ein Ständchen gesungen wurde und Robert und Hendrik auf die Schnelle den wohl wiederlichsten Napfkuchen der Welt aus dem Supermarkt organisierten und mit niedlichen Geburtstagskerzen verzierten, kam auch der Cafeteria-Chef nicht umhin, Notiz von diesem besonderen Tag zu nehmen. Und tatsächlich bekamen wir Mittags um 12 unter neidischen Blicken aller drumherumsitzenden Studenten eine Flasche Sekt ausgegeben :-) An gestern anknüpfen hieß es dann also.
Bei der zweiten Spanisch-Vorlesung an diesem Tag durfte ich dann stellvertretend für die EUFH-Logistikriege allein die Stellung halten: Robert machte sich auf dem Weg zum Flughafen zu einem Heimatbesuch in Köln, Hendrik und Alex hatten die Aufgabe, Stefans Überraschungsbesuch (Freundin und Schwester) in der Stadt zu empfangen und Stefan selbst wollte wohl einfach nur der Erklärungsnot für sein morgentliches Fehlen aus dem Weg gehen. Naja, ich werde mir die "folgenlosen Fehlzeiten" für Tage aufheben, an denen das Wetter ein bisschen zuverlässiger ist, als diese Woche.
Abends ging es dann wieder ins Städtchen, der über beide Ohren mit einem Dauergrinsen ausgestattete Stefan, der sich sichtlich über seinen unerwarteten Besuch freute, voran.
Die am Vorabend ausgehandelten "Happy Hour all Night long"-Gutscheine für die "13" führten uns wiederum in die bereits bekannte Cocktailbar und wir verbrachten einen lustigen Geburtstagsabend.
Irgendwann kam dann aber doch die Müdigkeit durch; leider hatten wir mit dem unerwartet vom Himmel stürzenden Weltuntergangsregenschauer weniger gerechnet und der Heimweg wurde alles andere als gemütlich.
Anmerken will ich aber noch, dass ich heute Abend mit sehr charmanten Aufmerksamkeiten bedacht wurde - Stefan ließ es sich nicht nehmen, an seinem Geburtstag den fast gar nicht aufdringlichen Rosenverkäufer ohne Umsatz wieder wegzuschicken und Hendrik hatte vor der Taxifahrt zu Sagrada Familia der anderen so viel Mitleid mit der armen Wiebke, dass er mir vom fliegenden Händler einen astreinen (schon beim 2. Versuch fast vollständig aufzuspannenden) Regenschirm kaufte :-)
Langsam fang ich an, die A-Gruppe richtig sympatisch zu finden ;-)
Freu dich - auch mañana ne me puedo levantar!

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