Freitag, 18.09.:
Meine Prognose bewahrheitete sich und ich fühlte mich außer Stande, das Bett vor 13 Uhr zu verlassen. Aber sei es drum, vorlesungsfreie Freitage sind ja wie dafür gemacht :-)
Geweckt wurde ich vom Duft frisch gebackenen Brotes aus der meinem Zimmer gegenüberliegenden Küche - Jotta (@ Melly-Shelly: unierversell anwendbar ;-))! Shelly sang bestgelaunt verschiedene Lieder, während sie ungefähr ein Dutzend verschiedener Speisen zubereitete. Meine Frage nach dem Anlass konnte mir dann wiederum mit der Antwort eines jüdischen Hintergrunds gegeben werden. Nicht der Geburtstag der lieben Anna (ein lieber Gruß nach Widdersdorf ;-)) sondern eine der am meisten zelebrierten Festivitäten war Grund für die in der Wohnung versprühte Euphorie. Jüdischer "New Year's Eve" lud stündlich neue Freunde von Shelly in die Wohnung ein, und ab 16 Uhr wurde mit jedem neuen Gast auch eine neue Flasche Wein geköpft. Nachdem ich in meinem Zimmer, weil ich die Zelebrierung nicht so sehr stören wollte, ein bisschen dem Einslive-Webradio lauschte und beim deutschen Verkehrsfunk wehleidig an mein geliebtes Auto denken musste (@ Mutti & Vati: alles in Ordnung mit meinem Schätzchen???), beschloss ich unter blauem Himmel wiederum eine kleine Fahrradtour zu machen. Diesmal ging es weder zum Strand, noch durch die Gassen im Zentrum, sondern von der Placa España aus einfach mal die Hauptstraße entlang Stadtauswärts. Dabei wurde mir bewusst, wie groß Barcelona eigentlich ist und wie viele Erkundungstouren ich noch machen muss, um hier alles einmal gesehen zu haben...Auch als ich auf dem Weg zur Placa d'Europa das Industriegebiet und andere weniger interessante Passagen passierte, war von hässlicher Vorort-Plattenbau-Marnier nichts zu spüren - Barcelona hat einfach überall einen reizvollen Charme. Ungewollt kam ich dann zufällig wieder am IKEA vorbei und machte einen kleinen Hot-Dog-Zwischenstop :-)
Dann machte ich mich weiter Richtung nördliche Sarrià, wo auch mein Campus beheimatet ist. Das Fahrrad ließ ich dann an einer Station stehen, da sich die Straßen hier sehr steil präsentieren und ziemlich an San Francisco einnern (wobei ich meine Eindrücke hier lediglich aus MONK und den bewundernswerten Reiseberichten von Hawaiialex zu rechtfertigen weiß).
Als plötzlich, binnen einer halben Stunde, der Himmel tiefschwarz wurde und sich ein arger Sturm ankündigte, zog ich es vor, zu Bus die Heimreise anzutreten. Gerade zur rechten Zeit, da Shelly hilferufend anrief, denn sie hatte sich nach den Feierlichkeiten auf der Dachterasse ausgesperrt und leider noch diverse Kuchen im Ofen.
Zwar war Ronny schneller als ich als Retter in der Not zur Stelle, jedoch wurde ich trotzdem mit einem halb israelischen, halb äthiopischen Brot und einer Flasche Wein für meine Hilfsbereitschaft belohnt...Also von mir aus kann hier jeden Tag jüdischer Jahreswechsel sein, wenn das das Ergebnis ist :-)
Freu dich, auch "Silvester in Barcelona" kann auf der To-Do-Liste abgehakt werden!
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Deinem Schätzchen geht es gut, nachdem ich es 4 Wochen in Ruhe gelassen hatte. Zwar strafte es mich wegen der Vernachlässigung mit Startschwierigkeiten ab, doch haben wir gestern gemeinsam mit Gunni einen sonnigen Tag in der alten Residenzstadt Celle verbracht. GvV
AntwortenLöschenNa wenn das jetzt geklärt ist, hoffe ich natürlich auch noch, dass es Euch ebenfalls gut geht ;-)
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